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Episode 99: Wer waren eigentlich die Kelten? Zwischen Mythos und Archäologie

Shownotes

Episode des „WTF Talk“ nehmen Holm Hümmler, Bernd Harder und Annika Harrison eines der faszinierendsten, aber auch am häufigsten missverstandenen Völker Europas unter die Lupe: die Kelten. Mit dabei sind die Archäologen Axel Posluschny, Sabine Hornung und Martin Schönfelder, die seit Jahren an keltischen Fundstellen forschen und darüber informieren. Sie beantworten Fragen darüber, was die Hallstadtkultur war, oder wie die keltische Gesellschaft aussah. Auch ein Versuch der zeitlichen und räumlichen Einordnung der Kelten wurde übernommen. Neben zahlreichen Asterix- und - Obelix - Fragen geht es auch um das Selbst- und Fremdbild der Kelten, von der römischen Geschichtsschreibung ausgehend, sowie um die möglichen archäologischen Funde in Salzbergwerken.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Einen wunderschönen guten Abend zum neun und neunzigsten Mal WTF Talk.

00:00:06: Wir sind in fast vollständiger Besetzung, wir haben Lydia noch angekündigt und dann kam heute Nachmittag der Anruf dass sie halt leider neben dem WTF talk und ihren Vorträgen noch einen Beruf hat und ihr da ganz übel was dazwischen gekommen ist.

00:00:21: heute Abend.

00:00:22: Insofern ja sind wir heute zu sechs, aber ich denke das passt auch ganz hervorragend.

00:00:29: Bernd ist wieder dabei Anika und Stammteam Und wir haben drei tolle Gäste.

00:00:38: Sabine war schon mal dabei.

00:00:39: insofern fangen wir mal mit dir an Sabine du bist Professorin Du bist Archäologin Du hast römische Schuhnägel ausgegraben oder du hast auch Kälten ausgegragen.

00:00:49: Insofern Ja Das ist das was mir jetzt Was ich zu deiner Vorstellung unbedingt sagen, was haben wir noch mehr?

00:00:57: Ja das fasst schon eigentlich ganz gut zusammen.

00:00:59: Also ich bin eigentlich Eisenzeitforscherin also das was man als Kelten bezeichnet und ich befasse mich dann ab und an auch mit den Römern die naja archäologisch sehr nah an den Kelten dran sind.

00:01:12: Das ist gerade noch okay glaube ich!

00:01:15: Sehr schön ja Martin, bei dir muss ich mich erst mal vergewissern.

00:01:21: Das Institut an dem du arbeitest wird tatsächlich Leitzahl genannt das ist eine Abkürzung.

00:01:27: Du bist im Museum tätig bis aber auch archäologisch tätig.

00:01:30: also wir sind heute wirklich super besetzt und du hast eine Keltenausstellung vor kurzem gehabt insofern warst du für das Thema natürlich prädestiniert habe.

00:01:42: ich habe vergessen.

00:01:44: ja also ich bin auch eben einer von diesen Eisenzeitarchäologen.

00:01:50: Und arbeite am Leitzer, Lappenz-Institut für Archäologie und damit an einem Forschungsinstitut also weniger mit Ausgrabungen.

00:01:59: Die Ausstellung von der Du sagtest das ist jetzt hier nicht der Werbeblock Dir schon ein paar Jährchen her aber das drückt genau das aus.

00:02:08: Kelten Kälte Fragezeichen, Ausrufezeichen Dröhner Helm zur Auflösung Esset Roskic

00:02:15: Sehr schön ja.

00:02:17: Und Axel, bei dir kannte ich tatsächlich das Museum und die Ausgrabungen da ich aus Hessen stammte.

00:02:25: Und irgendwie zwanzig Kilometer von Glauberk weg aufgewachsen bin lange bevor ich dich kannte.

00:02:31: Du bist bei der Keltenwelt Glauberck aber im wissenschaftlichen Bereich tätig also auch mit Ausgabungen beschäftigt.

00:02:40: Ihr habt ja auch was mit merkwürdigen Kopfbedeckungen gehabt.

00:02:43: Ja!

00:02:45: Das stimmt ja.

00:02:47: Wir sind, jetzt kommt von mir bei der Werbeblock www.keltenwelt-glaubeck.de.

00:02:52: Wir haben am Ende noch ganz viel Werbeblog übrig.

00:02:56: Und bei uns geht es tatsächlich um die, wir nennen sie im Chagant, in den frühen Kelten, die man am Glaubeck vor über dreiß Jahren gefunden hat und ich habe da das Vergnügen für die Forschung zuständig zu sein.

00:03:10: Das bedeutet ab und zu zu graben.

00:03:14: Das meiste ist aber tatsächlich Arbeit in der Bibliothek, am Computer.

00:03:21: solche Geschichten machen eigentlich den Hauptteil meines Drops aus.

00:03:26: Ja ich habe im Vorgespräch schon so gesagt unser Titel ist ja heute wer waren eigentlich die Kelten?

00:03:33: Insofern kann ich dann die Frage stellen und dann gebt ihr mir schnell eine Antwort.

00:03:37: Dann sind wir eigentlich in zehn Minuten fertig, und wir war eigentlich schon klar dass das so einfach nicht wird.

00:03:45: Aber ja vielleicht fangen wir einfach mal mit dem Begriff Kälten an.

00:03:50: wo kommt der eigentlich her?

00:03:51: Und was sagt es eigentlich ursprünglich?

00:03:55: Martin magst du oder?

00:03:57: Ja Sabine und ich hatten uns ja darauf geeinigt, dass Martin anfing!

00:04:03: Also es kommt von den Kelteuer, sozusagen vom griechischen und ist letztendlich so ein Art barbaren Begriff für die Griechen.

00:04:13: Die Römer verwenden dann die Gallier.

00:04:16: das überschneidet sich ist mehr oder weniger ident aber es ist alles das was sie nicht kennen sozusagen nördlich der Alpen oder nördig von Bassay.

00:04:28: Das sind die Kelten.

00:04:29: Es sind nicht die, die diese eine komische Sprache

00:04:35: haben.

00:04:37: Darf ich da gleich mal reinkriegen?

00:04:39: Weil du jetzt egal ja erwähnt hast.

00:04:41: Mir ist tatsächlich, bin ja berüchtigt dass ich mich akribisch auf solche Sendungen vorbereiten habe neben mir so ein Stapel Bücher über die Kälten liegen und da ist mir tatsächlich aufgefallen.

00:04:54: alles was da drin steht hab ich schonmal bei Asterix gelesen.

00:04:57: es geht um Troiden, um Baden, um Wildschweine, um Teutades also sind Sind die Kelten das, was uns in diesen Asterix Comics als Gallia gezeigt wird?

00:05:08: oder wie ist das?

00:05:09: Oder sind alle Gallier-Kelten aber nicht alle Kälten-Gallier.

00:05:15: Also

00:05:15: denke ich jetzt dass der Start mit Wicher eigentlich so Comics sind.

00:05:19: Genau das habe ich auch gerade gedacht!

00:05:22: Da werden natürlich viele Klischees einfach nach vorne geholt und bespielt.

00:05:29: Das Wildschwein?

00:05:31: Nein, unsere Kelten haben keine Wildschweine gegessen.

00:05:36: Die Haus-Schweine waren so hochbeinig, dass man vielleicht denken könnte, sie wären so, würden Sie aussehen wie Wildschwene?

00:05:45: Das ist natürlich nicht ... Aber der Forschungsstand der fünftiger, sechziger Jahre ist damit sehr viel Humor durchaus verpackt und die haben sich schon eingearbeitet, muss man sagen.

00:05:56: Allgemeines Nicken, danke.

00:05:59: Ich wollte nicht darauf hinaus wie akkurant diese Astrix-Comics sind sondern ob wir hier von den Kelten oder von den Gallian reden?

00:06:06: Oder ob das beides identisch ist?

00:06:10: Also ich würde sehr stark identisch sehen.

00:06:12: Nur die Gallia... Das ist halt der Begriff deren Frankreich verwendet wird und ich habe jetzt so eine relativ viel Forschung in Frankreich gemacht.

00:06:21: deshalb für die gibt es quasi nur Gallien

00:06:25: Wobei man dann natürlich im Nordosten Frankreichs könnte man schon echt wieder streiten.

00:06:31: Sind das gelten?

00:06:33: Dann kommen ja auch noch die Belger dazu, so wie César das dann schreibt.

00:06:36: da wird es nämlich dann wirklich kompliziert.

00:06:38: Von denen red ich genau!

00:06:40: Da wird's dann richtig kompliziert!

00:06:46: Aber der heutige Franzose hat ja seinen Nationalbegriff und deshalb macht er das alles als Gallier weil das gehört ja auch

00:06:54: Ja, aber das heißt ja dann Gallia sind ungleich Kälten.

00:06:59: Aber

00:06:59: die Kälte waren ja auch in Britannien oder nicht?

00:07:03: Also sind die Gallia ein kältiger Stamm der in Frankreich und Oberitalien gelebt hat oder...

00:07:11: Oh Gott nein!

00:07:12: Die Gallias sind viele Stämme, nicht einer.

00:07:15: Ganz viele.

00:07:17: Und von denen weiß man, wenn man es ganz streng nimmt nicht mal ob das wirklich irgendwie was Zusammengehöriges ist.

00:07:23: Ob das ein gleiches Stammesverband ist oder so.

00:07:29: Das ist halt ein bisschen schwierig.

00:07:30: Es schreiben Menschen über die Gelten und Gallia Die nur einen Teil von diesen Menschen kennengelernt haben.

00:07:36: und wir Archäologinnen und Archeologen Haben eine ganz andere Quellengattung.

00:07:41: Wir benutzen ja nicht die Schriftquellen Sondern wir benutzen archäologische Funde.

00:07:46: Da gibt es natürlich Gemeinsamkeiten in dem Fundgut.

00:07:49: Und da sagen wir dann, ja das was so und so aussieht ist dann eben kältisch.

00:07:53: Das bezieht sich im Wesentlichen auf so Sachen wie die kältische Kunst oder so.

00:07:57: Die finden wir von Frankreich bis nach den Osten Ungarn oder je nachdem wie weit man das Ganze sehen möchte.

00:08:07: Da ist aber auch eben die Definitionsfrage, wie ähnlich müssen sie sein um noch wirklich als kalten oder als keltische Kunst anerkannt zu werden.

00:08:16: Das ist dann zum Teil auch einfach Geschmackssache.

00:08:19: Glaubt das es wirklich das Grundproblem?

00:08:21: Dass man auf der einen Seite die Schriftquellen hat und auf der anderen Seite die Archäologie?

00:08:26: und man versucht dann beides übereinanderzubringen?

00:08:28: und wir in der Archäologie sagen meistens Die sogenannte Latenkultur ist eine kältische Kultur.

00:08:35: Wie weit das zurückreicht, gibt es dann auch wieder unterschiedliche Ansichten.

00:08:40: Aber wenn wir jetzt sagen Latenkultur, haben die nicht überall in Gallien im engeren Sinne.

00:08:48: Also die Sache ist echt kompliziert und wenn man ein großes Gebiet hat einen großen Raum mit einer bestimmten Kulturerscheinung, dann gibt's immer verbindende Dinge.

00:08:59: Aber man kann sich schon vorstellen, egal wo man ist überall ist die Kultur so ein bisschen anders.

00:09:04: Und so ist das eben auch in der Zeit und deswegen ist die Antwort auf die Frage echt kompliziert.

00:09:16: Dominic sagt,

00:09:17: die Bildung

00:09:18: auf die wir uns alle drei einigen können.

00:09:22: Jetzt

00:09:23: kommt der kleinste gemeinsam mit euch.

00:09:25: Nee es ist tatsächlich... Es ist die Frage wie weit möchte man denn in der Zeit zurückgehen?

00:09:29: Wann möchte man dennoch von Kälten sprechen?

00:09:31: wenn wir von der Latänkultur als nach kältischen Kultur sprechen dann beginnen wir im fünften Jahrhundert.

00:09:38: Beklärst

00:09:39: du noch etwas was die Latänenkultur ist?

00:09:43: Die Latin-Kultur im Allgemeinen und Besonderen ist eine eisenzeitliche Kulturerscheinung, Eisen wegen des Werkstoffes der diese Epoche eben kennzeichnet.

00:09:53: Im Vergleich zur Branche und zur Steinzeit die älter sind Und es ist quasi ein jüngerer Abschnitt der eisenzeitlichen Kultur hier bei uns in der Region verbreitet von Frankreich bis an die mittlere Donau, je nachdem wo man die Grenzen ziehen möchte.

00:10:10: Also einen riesigen Raum, der da verklammert wird und wie das halt mit Kälten so ist bleiben die ja auch nie da wo sie mal waren sondern die wandern ganz gerne mal und dann isst er Raum den man angucken kann noch größer.

00:10:25: Also die Sache ist schwer, räumlich wie zeitlich, wie definitionsmäßig eigentlich in allem oder?

00:10:32: Okay das heißt wir halten versuchen mal festzuhalten.

00:10:37: also Dinge die Leute so spontan vielleicht mit Kälten in Verbindung bringen wie Die Himmelsschreibe von Nebra, die jetzt einseitig branzezeitlich ist können wir nicht der kältischen Kultur zuordnen.

00:10:49: Nein.

00:10:49: Der Martin ist

00:10:50: ja schon gesteckert, ich seh es schon.

00:10:54: Strenn genommen ist die Himmelscheibe von Nebra und da werde ich jetzt den Zorn bestimmter Kollegen auf mich laden nicht eindeutig zu datieren weil das ist ein Einzelstück.

00:11:06: Und Einzelstrücke kann man aus sich heraus nur ganz schwierig datieren.

00:11:09: Seine sind jetzt sagen wir mal Stil-Elemente dabei, die wir bei irgendwas anderem auch finden.

00:11:14: Das ist aber bei der Nebrascheibe nicht der Fall!

00:11:16: Es gibt Die Überlieferung, nennen wir es mal so dass sie zusammen mit anderen Funden gemacht worden ist.

00:11:22: Die würden die Scheibe datieren.

00:11:25: da gibt es aber Kritik dran ob die tatsächlich zusammengefunden worden sind oder nicht.

00:11:29: das kann ich nicht beurteilen insofern Es gibt zwei verschiedene Lager.

00:11:34: die einen sagen die Beifunde wie wir es nennen also die Waffen die dabei waren waren nicht wirklich dabei und damit ist die Scheibe aus sich heraus nicht datierbar.

00:11:44: Und daher könnte sie rein theoretisch auch eisenzeitlich sein, und dann gibt es halt die Leute, die sagen ne, Sie wurden zusammen mit genau diesen Waffen gefunden.

00:11:52: Die Waffen können wir datieren.

00:11:53: also datiert die Scheiber auch in die Bronze Zeit?

00:11:57: Also ich wollte nur noch ein bisschen komplizierter machen

00:11:59: Aber ich glaube wir sind da ja auch wieder.

00:12:01: die drei Reiche Logan hier am Tisch sind wieder glatt einer Meinung.

00:12:05: Dann sind wir alle drei in Zorn jetzt auf und zu.

00:12:09: Okay, dann nehme ich das nächste, oder die nächste Art von Objekten wo wir gerade bei Asterix waren, die Meniere, die berühmten Hinkelsteine... Die sind aber jetzt wirklich nicht mehr kältisch, oder?

00:12:27: Nein!

00:12:28: Das gab auch

00:12:28: eine

00:12:29: Abschädtivfrage.

00:12:31: Im Chat wurde auch schon oder auch gefragt, sind die Kälten eigentlich ausgestorben?

00:12:36: Oder sind Franzosen tatsächlich Nachfolger der Gallia-Kelten.

00:12:42: Naja also die Vorgabe

00:12:43: von den Kältern wie von den Neandertalern und von den Franken wie von allem Möglichen was an Leuten da rumgesprungen ist in dem was heute Frankreich ist.

00:12:51: Was meinst du Martin?

00:12:52: Römer!

00:12:53: Die wollte ich jetzt mal extra rauslassen.

00:12:56: Und zwar Rheinländer müsste das natürlich mit reinnehmen, aber... Wir alle sind ein absolutes Gemisch aus allen möglichen Völkergruppen, Kulturgruppen wie auch immer.

00:13:13: Seit der Altsteinzeit sind in Europa Leute hin und her gewandert und haben unterschiedliche Gruppen und Kulturen gebildet.

00:13:21: von außen ist immer was dazugekommen.

00:13:22: zum Glück Und das macht uns heute aus und da ist wahrscheinlich in einem Franzosen genauso viel Kälte drin deutschen oder in einem Tschechen, oder was auch immer.

00:13:33: Hier gibt es noch die Frage, waren die Galata im kleinen Asien auch Kälten?

00:13:38: und was sind dann Kälti-Behrer?

00:13:40: Weil kenne ich jetzt beides nicht!

00:13:43: Die Galata kennst du bestimmt... Ach

00:13:46: sie sind aus der Bibel glaube ich ne?

00:13:47: Ja genau.

00:13:49: Natürlich bin sehr bibelfest.

00:13:50: nein Das ist

00:13:55: Martin verneint oder wo er gerade den Kopf geschüttelt hat mit den Wanderungen und so.

00:14:00: Deshalb musst du das jetzt mit den Gallatern und den Kälteberren erklären?

00:14:03: Also die Gallata mache ich gerne, es sind eine Gruppe von drei Stämmen, die alle von denen sozusagen angeheuert wurden als Söldner und die dann aber mit Familien über dem Bosspros wechselten Reiche aufgebaut haben autonom und selbstständig geworden sind.

00:14:29: Paulus, glaube ich war das Paulus schreibt sie würden noch so sprechen wie das Keltisch im Umland von Trier wobei dass es so eine Aussage ich würde ihr nicht unbedingt viel Wahrheitsgehalt zubilligen wollen.

00:14:47: also die Leute haben sich sehr stark angepasst.

00:14:49: das heißt wir können Sie eigentlich gar nicht erkennen dort in Galatien, so rund um Ankara.

00:14:55: Wir können ein paar Funde sagen, oh ja das sind Gallata-Funde aber eigentlich sind die außen rum und zeigen eigentlich dass kältische Funde, kältisch Objekte attraktiv waren für diese Bereiche der Türkei.

00:15:09: also deshalb mit den Gallatan ist es auch wieder schwierig Aber...

00:15:14: Die haben sich sehr schnell assimiliert da.

00:15:18: Und das ist halt.

00:15:19: Wenn wir als Archäologinnen und Archeologen was bewerten, dann gucken uns die Funde an.

00:15:23: Und wenn da irgendwelche Leute in der Türkei wohnen, die ursprünglich aus dem Raum Trier kommen – um das jetzt mal so flapsig zu vereinfachen – und sofort dort die dortige Lebensweise und das dortige Kulturgut adaptieren, dann ist es ganz schwierig, die irgendwie noch im Sachkultur festzulegen?

00:15:41: Und es ist ja auch ein grundsätzliches Problem, das kann man sich vielleicht vorstellen.

00:15:45: Wenn man nur die Funde hat ... Wie unterscheide ich denn Handel und Mobilität von Menschen?

00:15:50: Wie kann ich das differenzieren wie ein Fund von A nach B gekommen ist?

00:15:54: Das steht da jetzt erst mal per se nicht drauf.

00:15:57: Also ist das auch ... Kann ja auch eingetauscht worden sein oder so.

00:16:00: Genau!

00:16:01: Es ist methodisch halt gar nicht mehr leicht.

00:16:04: Aber wir waren bei der Zeit stehen geblieben.

00:16:09: Also was war jetzt Ungefähr, ich weiß ja man ist nicht so einfach.

00:16:13: Man kann ja nicht sagen erster-erster-fünfhundert vor Christus sondern was es so ungefähr.

00:16:19: da können wir definitiv sagen das sind dann Kälten.

00:16:21: und wann können wir sagen da sehen wir sie nicht mehr so?

00:16:27: Also jetzt rein archäologisch.

00:16:29: Wir arbeiten damit stufen Und wir würden so sagen ab vierhundert fünfzig ist keltische Kunst.

00:16:35: Auf diesen Begriff können wir uns, glaube ich, zu dritt einigen.

00:16:40: Da ist entwickelt und diese Kulturphase ab vierhundertfünfzig werden wir dann keltisch nennen.

00:16:47: Und das geht im süddeutschen Raum bis in die achtziger-sebziger Jahre vor Christus.

00:16:55: Das geht im Trierer Land mehr oder weniger bis in augustäische Zeit an quasi Mosul und Saar Auch ebenfalls in Frankreich und im Norden

00:17:07: übersetzt mal Augustäische Jahreszahlen.

00:17:11: Ja, das ist schon sehr schwierig weil die Archäologen haben ein eigenes Verständnis von Axiom mit Dreißig bis Fünfzehn nach also in diesem großen Raum rund um die Zeiten binden.

00:17:24: Naja, die Sache ist ja auch da wieder kompliziert.

00:17:27: Also wir haben im Prinzip diese Latenkultur.

00:17:30: Die wird dann von Rom sich einverleibt in das römische Imperium.

00:17:36: Ja was passiert denn?

00:17:37: Dann die schalten ja nicht von einem Tag auf den anderen um auf.

00:17:39: Wir sind jetzt Römer.

00:17:41: also es dauert eine ganze weile bis die Kultur wirklich in der breiten Masse der Bevölkerung sich auch verändert und deswegen Ist das sehr schwierig zu sagen.

00:17:50: Es gibt auch Gebiete wo wir Zumindest Elemente dessen, was wir als keltisch oder als Latinkultur bezeichnen auch noch im ersten manchmal sogar im zweiten Jahrhundert nach Christus finden.

00:18:02: Also wo zieht man die Grenze?

00:18:04: Das ist nicht so leicht.

00:18:06: Es hängt auch immer davon ab, wo man genau hinguckt.

00:18:09: also es gibt enorme räumliche Unterschiede.

00:18:12: Tun wir jetzt der Archäologie das positives Axelsabine wenn wir alles als so kompliziert hinstellen?

00:18:20: Nein, wir müssen es als kompliziert hinstellen.

00:18:23: Erstens weil's das ist.

00:18:24: zweitens weil uns einfach schlauer erscheinen lässt.

00:18:26: Man kann es nicht genau

00:18:29: sagen.

00:18:31: Und auch einfach ins damit halt die Leute die nicht von unserer Weisheit gefressen haben das mitbekommen.

00:18:39: Aber wie ist das denn?

00:18:40: Es hat sich doch trotzdem viel vermischt.

00:18:42: also in meinem Leingehirn war es zum Beispiel, als ich jetzt in Wales war so.

00:18:48: Dass sich die Schilder auf Wallisisch ein bisschen Lateine schlasen und die sagen aber das wäre kältisch eigentlich noch so.

00:18:57: Jetzt kommen wir mit den Sprachen.

00:19:00: Also ein Kollege von uns, Vladimir Salatsch hat das ganze Problem mit.

00:19:04: was sind Kälten mal ausgedrückt?

00:19:05: Das ist halt so eine Sache der Paradigmen und die Paradigme hängen ab von den Leuten, die sich mit ihren Quellen um ein bestimmtes Thema kümmern.

00:19:14: Wir haben gerade die Historiker angesprochen, dann sind wir aus der Archäologie.

00:19:18: Wir haben die Funde als unsere Hauptquelle.

00:19:20: Dann gibt es eben die Sprachwissenschaftler und die haben dann irgendwann mal festgelegt dass es das P- und das Q-Kältische gibt also zwei kältische Sprachfamilien und die wohnen halt sozusagen in Wales, Irland und Schottland unten ein bisschen Kleingramm außen rum und ein bisschen Britannie und so.

00:19:36: Das hat aber wenig bis gar keine Überlappungsbereiche.

00:19:41: Also was man gerne so Buchmalerei zum Beispiel bezeichnet.

00:19:46: Es ist ein so wunderschöner Mischmasch aus Römisch, Germanisch, Kältisch und was weiß ich allem?

00:19:52: Das ist aber auch ein paar Jahrhunderte später gesehen von dem, was wir als Kelten bezeichnen.

00:19:58: Und das macht es natürlich dann auch aus.

00:20:00: Da ist wieder eine Entwicklung mit drin.

00:20:03: Was wir als Archäologen normalerweise als kältisch bezeichnenden auf einem Festland also die kältische Kunst findet sich in dieser Form nicht als Standardding in Irland zum Beispiel.

00:20:15: Da gibt es Dinge, die beeinflusst sind und so ähnlich sind wo man auch sagt das sieht aber wirklich hübsch kältisch aus ist es irgendwie dann doch nicht so richtig.

00:20:24: Das hat eben mit den Sprachen nichts zu tun.

00:20:28: Ich habe da ein großes Problem mit der Datierung, die die Sprachwissenschaft anwendet.

00:20:35: Die richten sich nach der Archäologie, die aber wiederum gar nicht mit den Sprachen verbunden ist und verknüpfbar ist.

00:20:40: Weil wir die Sprache ja gar nicht kennen aus der Zeit, sagen wir mal um vierhundertfünfzig vor Christus.

00:20:46: Insofern müssen wir das aus meiner Sicht zumindest ganz streng trennen.

00:20:50: Die Sprachwissenschaft macht es mit ihren Quellen und nennt ihr Zeugs Kältisch.

00:20:55: Das ist aus deren Sicht völlig in Ordnung.

00:20:58: Die dürfen dann darüber lächeln dass wir diesen ganzen uralten Bronzekram kältisch nennen.

00:21:03: Und das ist halt unsere Quelle Oder die Keramik oder was auch immer.

00:21:08: Also man kann bei euch zunächst mal sagen, die Kelten von denen ihr sprecht also wenn einer von denen angefangen hat zu schreiben dann war er zumindest massiv latinisiert.

00:21:21: Oder gibt es da tatsächlich originäre Schriftquellen?

00:21:25: Es haben furchtbar viele keltische Kaufleute geschrieben aber dann bitte auf griechisch weil sehr viele waren gegen die Rhone hoch Und das ging über den griechischen Sprache.

00:21:38: Also da gibt es also in Beugund, in einer großen Höhensielung so Krizzlein hinten auf Töpfendrauff auf Griechisch.

00:21:47: Okay aber das muss dann ja die Verbindung nicht über die Rhone gewesen sein sondern

00:21:50: über den Rhono?

00:21:51: Das

00:21:52: heutige Marseille ist eine griecherische Rhoni-Manzali.

00:21:57: Und ich glaube in manchen die Boyos Inschrift... ...das ist auch eher griehisch als Latein.

00:22:04: Also jedenfalls sind es keine lateinische Handschrift, die drauf ist.

00:22:08: Sondern das sind ehrgriechische...

00:22:12: Was war die Hallstadt-Kultur?

00:22:15: Das ist jetzt einfach!

00:22:18: Ich muss euch ja auch mal was so hier entgegenkommen.

00:22:21: Danke!

00:22:23: Da sind wir in der frühen Eisenzeit kommend aus der Bronzezeit, die sehr stark mit geometrischen Stielen arbeitet.

00:22:34: Polnischer Kollege hat das sozusagen auch mal die geometrische Phase Mitteleuropas genannt.

00:22:40: Da gibt es dann auch soziale Entwicklungen, da gibt es reiche Gräber, die ersten Goldschmuck in den Gräbern, Wagengräbern und all solche Sachen.

00:22:54: Das kumuliert.

00:22:54: Es gibt große Höhensielungen.

00:22:57: Die Heuneburg bei Sigmarin ist so eine von denen langjährig ausgegraben wird, immer noch ausgegrabt.

00:23:04: Also das ist sozusagen die frühe Eisenzeit und das geht dann nahtlos über mehr oder weniger in Die Latenszeit.

00:23:12: aber da ist so ein Zündfunk drin der eben die Laten, die kältische Kunst reinbringt.

00:23:18: Zeitlich sind wir so plus minus siebenhundertfünfzig bis plus minus vierhundertwünftig vor.

00:23:26: Okay Das heißt wir haben so eine Vorkultur.

00:23:35: Also jetzt haben wir ja die Kaiserzeit gehabt, dann hatten wir den Zwanziger der Nazi-Zeit.

00:23:40: Jetzt sind wir da!

00:23:42: Das sind alles von außen nachträglich bedannte Epochen.

00:23:48: So eine Kultur entsteht nie aus einem luftleeren Raum.

00:23:50: Da ist immer irgendetwas oder irgendwer vorher da.

00:23:53: vielleicht kommen noch ein paar von außendazu und bringen auch ihre Impulse mit rein.

00:23:57: aber das Einfach eine konstante Entwicklung.

00:24:00: Wir sind ja mit unserer Kultur auch noch nicht am Ende.

00:24:02: irgendeine Entwicklung, wir entwickeln uns ja immer weiter.

00:24:04: im Augenblick vielleicht nicht gerade in der richtige Richtung aber grundsätzlich ist da ja eine Entwicklung immer zu spüren was ja auch gut ist.

00:24:14: man wenn wir bei den Neandertalern aufgehört hätten wäre schon ein bisschen langweilig geworden auf Dauer.

00:24:22: Bernd hatte jetzt

00:24:26: gerade einen kleinen Du-Zerief.

00:24:28: Ich bin jetzt ein bisschen eingeschüchtert, weil ich es nicht mit drei Achäologen gerechnet habe.

00:24:35: Zum Beispiel bin ich auch schon wieder neu irritiert durch die Erwähnung der Schrift.

00:24:42: Also ich habe hier auch im Vorendeskreis Nachhäologen, der regt sich immer über diese Kältenvermarktung auf.

00:24:48: Immer wenn ich den frage ja was wissen wir denn über die Kälte sagt er immer gar nichts weil sie haben gar nix Trüppeliges hinterlassen.

00:24:53: also der sagt es gibt gar keine Schriftquellen.

00:24:56: das wenige was ich darüber weiß ist dass die wohl eine Art Schrift haben aber kaum genutzt haben.

00:25:01: also auch die Toiden haben alles mündlich weiter gegeben obwohl Sie eigentlich hätten schreiben können.

00:25:06: stimmt das so?

00:25:08: Ich habe jetzt gesagt, Sie haben geschrieben.

00:25:11: Sie haben sozusagen Kaufverträge gemacht, sie haben Listen geführt.

00:25:14: Davon ist nichts erhalten und wir haben absolut... Also in dem Sinne ist es richtig, es gibt keine erzählende Geschichtsschreibung.

00:25:23: Aber natürlich ich weiß nicht was das für ein Archäologisch ist aber eigentlich wirst du schon eine ganze Menge über die Kälte oder gerade weil wir keine Schriftbellen haben.

00:25:33: Wenn wir da Zäsern lesen würden dann

00:25:38: Aber der lügt nur.

00:25:41: Also, der Zugang ist dann tatsächlich sinnvollerweise archäologisch weil man so an Quellen eigentlich gar nichts groß auswerten kann.

00:25:48: Ah ja gut das macht jetzt auch wieder anders.

00:25:51: Ich zitiere meine Kolleginnen aus Schottland von mir die Sachen... Wenn ich gefragt werde, warum ich Eisenzeit mache, dann antworte ich weil mir keine verdammte Schriftquelle, Original-Zitat das Gegenteil beweisen kann.

00:26:03: Das ist glaube ich für uns eine ganz beruhigende Geschichte!

00:26:07: Aber ist es denn richtig?

00:26:11: Ich sag auch nicht, woom's im Vorgespräch ging.

00:26:13: Aber bevor wir angefangen haben, ging es unter anderem um Alkohol und mir ist zumindest der Spruch geläufe Kältenlieben Krieg und Alkohl.

00:26:25: Wobei ich glaube dass das von irgendeinem Römer vielleicht von Cäs aus erliefert worden ist... Also ist es eigentlich so, dass die Griechen und die Röma mehr über die Kälte geschrieben haben als den Kältern selbst?

00:26:37: Ja!

00:26:38: Aber sie haben natürlich irgendwie da so ein Bild geschrieben, das nicht ... also es waren ja keine Geschichtsschreiber.

00:26:46: Sondern Sie haben Geschichten erzählt, Sie haben Erklärungsmodelle geliefert und das sind Erklärungsmodelle für die Babaren und dazu gehört eben Alkohol.

00:26:57: Und da geht es ja auch immer ein Stück weit um Politik bei dem, was die schreiben.

00:27:01: Die Wilden ... Genau!

00:27:03: Da geht's darum, die Barbaren als besonders barbarisch zu kennzeichnen.

00:27:07: und ansonsten ist das so, dass bei den antiken Autoren sehr viele voneinander abschreiben.

00:27:13: Das ist also auch immer sehr verwirrend.

00:27:15: Einer hat vielleicht mal etwas gesehen und andere schreiben das ab und plötzlich sind so alle.

00:27:20: Alle sind besonders wild, alle sind besonders barbarische und mit denen will man eigentlich nichts zu tun haben.

00:27:27: Und bei den Römern wurde ja auch überhaupt kein Alkohol getoalt.

00:27:29: Nein!

00:27:30: Das ist nämlich genau der Punkt, dass es im Grunde genau dem gelbten Alkohl missbrauch vorzuwerfen ist absurd aus dem Mund von den Römern.

00:27:39: Die haben genauso und das ist man nicht jetzt keine Richtung wertend.

00:27:44: wenn irgendein Mensch die Möglichkeit hat... seine, sagen wir mal seinen geistigen Horizont mit irgendwelchen Chemikalien und Alkohol ist in dem Fall eine Chemikale zu erweitern oder sich anzuregen.

00:27:55: Oder was auch immer ob das Pilze sind oder weiß der Teubel?

00:27:58: Was dann haben die das gemacht?

00:27:59: Das ist einfach so!

00:28:02: Und natürlich ist Wein konsumiert worden.

00:28:05: Die Römer haben da ganz sicher nicht den ganzen Tag Limo getrunken

00:28:09: Ja, aber Sabine, wenn du sagst, das ist viel Propaganda dabei.

00:28:14: Man wollte quasi so barbaren stylisieren und das lässt sich darauf schießen... Also die Römer haben die Kelten bekämpft oder umgekehrt?

00:28:25: Oder also das stimmt dass Caesar wie unterworfen hat oder haben sie es irgendwann mal vertragen oder wie muss man sich das vorstellen?

00:28:33: Naja, auch da gibt es keine eine Antwort die für alles passt.

00:28:38: Es ist ja schon so das bestimmte Stämme, kältische... Ich immer denk bitte euch immer die Anführungszeichen dazu.

00:28:45: Kältische Stämre zum Beispiel in Gallien wie Die Hädua, die schon vor der Eroberung durch Caesar irgendwie mit Rom auch Bündnisverträge hatten.

00:28:54: Da gibt's auch noch viele andere Beispiele.

00:28:56: Das heißt nicht dass das zu Cäsars Zeit dann immer so geblieben ist, die wechselten schon auch gerne mal die Seiten.

00:29:05: Aber die Sache ist halt auch da ein bisschen komplexer.

00:29:07: Also ja, Cäsar hat formal juristisch das freie Gallien dem römischen Herrschaftsgebiet einverleibt.

00:29:17: um es jetzt mal möglichst neutral zu formulieren!

00:29:24: Aber das ist schon so, dass was ihr als Beschreibung genannt habt oder die römische Beschreibungen kenne ich auch von Tacitus.

00:29:31: Also der dann ja eher über die Germanen geschrieben hat.

00:29:34: Das ist halt irgendwie dieses ... Sie tranken Fälle, sie trinken ihre Getränke alle unverdünnt.

00:29:39: Sie sind alle wild und barbaren und haben halt die Bärte und was auch immer.

00:29:43: Und da merkt man halt schon, dass viel hin- und hergeschrieben wurde.

00:29:50: Man kann einfach mit den Klischees arbeiten.

00:29:54: Und nochmal auf die Hadoor zum Beispiel zurückzukommen, das ist ja für Caesar auch immer ein Grund gewesen, die gegeneinander auszuspielen.

00:30:00: Der kann dann sagen ich muss dem einen Stamm helfen also in dem Fall den Hadoorn weil die anderen die ja bedrohen und die Hatoors sind unsere Freunde also sind die andern die bösen werden dann entsprechend schlimm gemacht.

00:30:12: man muss so einen Krieg auch finanzieren.

00:30:14: Geld muss aus Rom kommen für so eine Armee.

00:30:17: Und da muss man natürlich dem Senat auch klarmachen, wie groß die Gefahr ist von diesen bösen Bildenbarbaren, die da kommen.

00:30:23: und dazu muss man aber auch der Fernseher sagen diese Plünderung Roms oder der Angriff auf Rom durch kältische Stämme ein paar Jahrhunderte vorher, der steckte den Römern schon noch in den Knochen.

00:30:37: das hat sich natürlich auch super geeignet um das wieder als Dross-Szenario mit aufzubauen.

00:30:43: Also es waren die Römer ja eigentlich ganz arm dran.

00:30:47: Die hatten keine mythischen Feinde, der Grieche hatte ja wenigstens die Amazonen.

00:30:53: Der Röme ist so ein Newcomer da irgendwo in Italien, so in der Mitte.

00:30:57: Ich weiß nicht ob er so richtig Etrusker ist und der braucht jetzt auch einen.

00:31:01: Er braucht auch die Amazon oder mindestens die Perse.

00:31:05: Wer nimmt man dann?

00:31:06: Nehmen wir mal die Kälte!

00:31:08: ob

00:31:09: Rom wirklich so erobert wurde oder ob das auch wieder nur ein Mythos ist, ist auch in der Diskussion jedenfalls von aktuellen Historikern.

00:31:17: Das wird heutzutage nicht mehr ganz so gesehen.

00:31:20: Rom war zu dem Zeitpunkt einfach ein kleines Städtchen irgendwo da am Südrand von Etrurien.

00:31:28: also ob die sich da nicht eher durchgezogen sind nach Syracuse wo sie dann als Söldner angebroben wurden.

00:31:34: Das ist eigentlich eher die aktuelle Meinung der Historiker.

00:31:37: Das habe ich noch bei der Propaganda zu bleiben.

00:31:42: Wir hatten hier in dieser schönen Sendung auch mal eine Folge über Folghorror und da ging es unter anderem um ein Film von unsert eileinundsebzigte Wicker Man.

00:31:55: Da ist diese berühmte Szene, wo da wird so ein Weizen-Riesen.

00:32:01: Also eine Holzfigur, die mit Weizen irgendwie gebastelt worden ist und da sind Menschen drin und das Ding wird dann am Schluss angezündet und die verbrennen alle.

00:32:11: Und es wird als keltischer Brauch bezeichnet.

00:32:15: Ist das auch propaganda oder gab's so einen Ritual wirklich?

00:32:20: Also ob es das Ritual gab, wissen wir nicht.

00:32:22: Aber es gibt tatsächlich eine Schriftquelle die davon berichtet zumindest so annähernd.

00:32:28: Das was du jetzt beschreibst?

00:32:30: Jetzt ist die Frage will man dass den antiken Autoren glauben oder halt eben nicht?

00:32:34: und wenn man's glaubt auf wen bezieht sich denn?

00:32:37: Ist das ein kältisches Phänomen oder ist das vielleicht ne regionale Tradition die in einer bestimmten Region vorherrschte?

00:32:45: also es geht schon auch ein bisschen darum glaube ich In der klassischen Antike so ein bisschen eine Angst vor diesem Fremden, vor diesem Unbekannten auch zu schüren.

00:32:56: Martin!

00:32:58: Ja also ich meine schon war das eine Tradition oder passiert es nur einmal und wurde drüber berichtet?

00:33:06: Also sofort eigentlich muss die Rückfrage an die Quellen ran und dann heißt es wieder umweiten wissen wir nicht.

00:33:19: Wir hatten jetzt das Stichwort Druiden, was irgendwo auftauchte.

00:33:27: Punkt eins über Miracolix hinaus – Was sind Druiden und woher wissen wir das?

00:33:32: Weil ich stelle mir das wieder aus archäologischen Funden wahnsinnig schwer festzumachen vor!

00:33:38: Also wir haben so um dreihundert in Nordfrankreich Heiligtümer die auftreten.

00:33:46: Diese Heiligtürmer Wirken ganz grausam mit vielen Leichen.

00:33:51: Da geht es sozusagen um Schlachten, das Behandeln der Toten von diesen Schlachten und diese Heiligtümer, wahrscheinlich Heiligtümar eines Stammes Gottes jeweils da entwickeln sie kontinuierlich bis in römische Zeit Und dafür braucht es Personal und dieses Personal würden wir Druiden nennen.

00:34:15: also wir haben ja gleichzeitig auch die Entwicklung in Richtung Staat.

00:34:19: Diese Droiden

00:34:21: können wir nicht richtig fassen.

00:34:23: Wir können sie nicht in Gräbern fassen, weil es sind einfach zu wenige und das waren eigentlich nur so zwei drei hundert Jahre die man hätte wo man die hätten aufstören können.

00:34:36: Also wir kommen nicht richtig an die Droiden ran.

00:34:38: andererseits gibt es Gräber mit Objekten die ein bisschen seltsamer sind Wo man darüber diskutieren könnte

00:34:47: Aber kein Kupferkessel, goldene Sichtel und so ein Zeug.

00:34:51: Ist

00:34:52: denn da jemand reingefallen in diesen

00:34:56: Sinn?

00:34:56: Es gibt zum Beispiel im Südwestfrancreich einen Grab mit vier brancenen Messern die Golden geglänzt hatten mitten in der Eisenzeit wo alle anderen Messer aus Eisen sind.

00:35:09: was macht diese Person mit Bronze Messern?

00:35:13: Ist das eine besondere Person?

00:35:14: Ja, sie hat noch eine Empfohre dabei.

00:35:16: Ist reich ist komischerweise auch ein Körpergrab in einer Region wo es sonst nur Brandgräber gibt.

00:35:23: aber wir können da nicht den Label Druide drauf packen.

00:35:26: Aber wir können sagen diese Person ist ein bisschen seltsam und die Goldene Sichl war vielleicht auch irgendwann mal aus Bronze.

00:35:33: Aber das ist tatsächlich eines der wenigen oder.

00:35:35: ich glaube, dass einzige Beispiel für eben in Anführungszeichen Gold eine sichel oder gold glänzende nicht meine sicher sind ja Messer dieses.

00:35:43: Das wäre jetzt so ein Beispiel für das was bei Astrex eben nicht stimmt.

00:35:47: was aber Astrics Autoren auch nicht selber erfunden haben, sondern das haben sie von dem Geschichtsschreiber Plinius übernommen.

00:35:53: Der eben darüber berichtet, dass die Druiden in weißen Gewändern mit goldenen Sicheln Mistels schneiden – man kennt es mit Miraclexer macht's auch immer so zingend und dann ist der Mistelzweig ab!

00:36:04: Also wir kennen wirklich als Sichel in Gold glänzend aus Gold sowieso schon mal nicht weil sich da nicht so gut vereignet würde.

00:36:12: Kennen wir eigentlich kein Beispiel?

00:36:16: im Amglaubeck einen Fernsehteam da gehabt, die eine Doku über Droiden gemacht hat.

00:36:22: Und die wollten natürlich unbedingt dass unser Keltenfürst in Anführungszeichen vom Glaubeck, der ja so etwas seltsame Kopfbedeckung hat ein Droide ist.

00:36:33: und ich habe versucht dieses Wort Droide bei den Dreharbeiten zu meiden wie der Teufel des Weihwasser Und an einer Stelle ist er mir rausgerutscht, weil es halt ständig immer irgendwie von den Leuten vom Fernsehen auch rausgegeben wurde.

00:36:47: Und genau die Szene ist natürlich auch hinterher in der Doku gebracht worden – ist klar!

00:36:54: Das Schöne ist bei uns schneidet kaum eine einzelne Sätze raus, insofern hier könnte ich

00:36:59: ihn... Also da hab' ich die Möglichkeit zur Ehrenrettung und kann sagen, ich bin's nicht schuldig, ich wollte das eigentlich gar nicht.

00:37:07: Also diese misstelschneidende Droide ist ja sowieso eine Erfindung, die ganz einfach beweisbar ist.

00:37:16: Hier in Mitteleuropa, in Gallien haben wir keine Misteln, die auf Eichen wachsen.

00:37:23: Gibt es nicht!

00:37:24: Die wachsen auf Kiefern und Obstbäumen aber nicht mehr auf Echen.

00:37:28: Das heißt Plinius hat Wissen über irgendetwas aus Italien genommen.

00:37:33: Nämlich da gibt das eine Mistelart, die ihr auf Eichen wächst Und damit lässt sich Plenios sofort belegen.

00:37:40: Ganz einfach mit der Puttarnik!

00:37:43: Wir haben jetzt die Droiden- und deren eventuelle Aufgabe schon angesprochen, wie sah denn die Gesellschaft überhaupt aus?

00:37:49: Also ich denke an so eine schöne Pyramide, keine Ahnung... Mit Fürsten-, Handwerker-, Bauern, keine ahnung, gab es das oder...?

00:37:58: Jetzt kommen wir wieder mit dem, so einfach ist es nicht.

00:38:01: Weil das hat sich natürlich auch im Laufe der Zeit gewandelt.

00:38:04: Na klar!

00:38:04: Und auch wenn die nach dem Bohrmann ist?

00:38:06: Ja auch das aber zeitlich, wenn wir jetzt mit der Zeit vierhundertfünfzig vor anfangen dann haben wir die sogenannten kälten Fürsten auch da ganz wichtig die Anführungszeichen weil es eben nicht um einen Erbadel geht oder Ein mittelalterliches Fürstenbild, was viele von uns dann irgendwie im Hinterkopf haben mit Hermelin-Manteln und Zepter oder sowas.

00:38:27: Aber es gibt eine Gruppe die ganz offensichtlich aus der Menge heraussticht zwar sehr deutlich mit goldenen Grabbeigaben oder mit Wagengräbern, mit reichen Bronze geschürsätzen oder Gefäßen in den Gräbern usw.

00:38:43: Das ist sicherlich eine für uns noch nicht ganz konkret fassbare Art und Weise irgendeiner Art Oberschicht.

00:38:50: Da gibt es sicher Krieger, aber da fängt's dann schon an.

00:38:53: Das werden wahrscheinlich keine hauptberuflichen Krieger gewesen sein.

00:38:57: Zumindest vermuten wir das.

00:38:58: Aber da gibt es natürlich auch Diskussionen innerhalb der Archäologie.

00:39:02: in dieser frühen Phase sind die meisten Menschen zunächst erst mal Bauern.

00:39:07: Denn davon lebt er kälter als solches von der Landwirtschaft.

00:39:10: Natürlich gibt es ein paar Spezialisten können mit Eisen umgehen, die können mit Branche umgehen.

00:39:16: Die können mit Holz speziell umgehen und es wird auch ein paar Leute gegeben haben, die Steinmetz-Techniken konnten, um solche Statuen wie sie vom Glaubeck herstellen zu können.

00:39:26: aber das ist nicht das Groh der Gesellschaft Und das scheint sich so'n bisschen zu ändern.

00:39:32: ich will jetzt nicht sagen da sind die Spätler denzeit demokratisch war Aber Es ist schon ein bisschen andere eine andere Aufteilung.

00:39:42: Man hat da nicht mehr so diese komplett mit unglaublichem Punkt bestatteten Leute in dieser Zeit, zumindest in den Regionen, in denen ich mich beschäftige.

00:39:53: Martin, du kannst aus Frankreich vielleicht ein paar andere Beispiele nennen die dann schon ein bisschen stärker rausfallen auch in der Spätlatänzeit.

00:40:01: Da sieht man halt eben A., es ist ein chronologisches Problem und das ist eben auch ein regionales Problem.

00:40:07: Kann man dann auch wieder fragen wer das ist?

00:40:11: Wenn du jetzt sagst, der Begriff Fürst ist so ein bisschen fragwürdig.

00:40:15: Ist das haben wir jetzt und ja den Begriff Oberschicht benutzt?

00:40:18: Haben wir von dieser Obersschicht sozusagen eine Familie in Glauberg und die nächste irgendwie dreißig Kilometer weg?

00:40:25: oder haben wir da mehrere Familien an einem?

00:40:28: wissen wir gar nicht.

00:40:29: Wir sind natürlich

00:40:30: auch aus Familien sind.

00:40:31: Ja

00:40:31: nein aber hast du viele Funde an einem Ort aus derselben Zeit

00:40:39: Unterschiedlich.

00:40:40: Ja, okay.

00:40:41: Danke.

00:40:42: Also Warns-Herzheim mehrere Familien?

00:40:45: Da

00:40:46: geht's aber

00:40:47: ja... Da würde ich mal sagen eine

00:40:50: von... Wir haben reiche Gräber, aber die sind ja.

00:40:53: ob die verwandt sind wissen wir nicht.

00:40:55: Wir haben natürlich DNA Analyse gemacht.

00:40:57: das eine ist ein Brandgrab da brauchen wir gar nicht erst zu versuchen mit der also geht ein bisschen.

00:41:02: Die sind nicht komplett verbrannt Aber das ist Nicht so wirklich direkte Verwandtschaft.

00:41:09: Aber die haben sich als zusammengehört gefühlt.

00:41:11: Genau, aus welchen Gründen auch immer um sie zu sagen.

00:41:15: Wir haben jetzt ein neues Fürstengrab oder sagen wir mal einfach neutraler Prunkrab in Bad Kamberg gefunden Anfang des Jahres mit drei goldenen Ringen, Halsarm und Fingerring und mit einer importierten Bronzekanne aus Etrurien und einem Wagen und noch so ein bisschen paar anderen Sachen drin.

00:41:35: Das ist auch irgendwie so eine Oberschicht.

00:41:38: Die tickt aber schon wieder ein bisschen anders als am Glaubwerk, das pendiert kulturell so'n bisschen Richtung Hunsrück Eifel.

00:41:45: Das...das ist alles sehr regional wandelbar und ich meine wenn wir uns in heutigen Deutschland umgucken Wir haben auch in heutigem Deutschland sehr starke regionale, kulturelle sprachliche Unterschiede.

00:41:56: Wenn mir jetzt die Dialekte als überbleibsel von der Sprache verstehen wollen was es jetzt nicht isst Aber dann sieht man wie unterschiedlich das von Flensburg bis Oberammergau ist oder so.

00:42:09: Und das betrifft ja nicht nur die Sprache, auch die Kultur und die Ernährung der Musik usw.

00:42:15: Das sind alles Dinge, die sich regional sehr unterscheiden.

00:42:18: Das war eben früher schon so.

00:42:21: Im Chat kam eine nicht ganz ernst gemeinte Frage ob denn die Fürsten auf Schilden durch die Gelend getragen wurden?

00:42:28: Na unbedingt!

00:42:31: Zumindest hat der Glauberger ein Schädel mit dem Grab.

00:42:33: Das können wir sagen, aber ob er da drauf stand...

00:42:36: Und ob die sich dann auch nie gebückt haben?

00:42:39: Wir müssten eigentlich noch mal an den Schädl ran und gucken, ob der hier oben so eine Verletzung hat vom ständigen in den Türrahmen knallen.

00:42:47: Dann könnten wir es sagen!

00:42:50: Also was habt ihr überhaupt?

00:42:51: Ihr habt Gräber, ihr habt diese Statue.

00:42:59: Ich wohne ja am Taunusrand.

00:43:00: hier in der Nähe kann man durch den Wald laufen dann steht da ein Schild hier ist ein kältisches Opidum und dann läuft man weiter durch einen Wald und irgendwann ist das Opiduum zu Ende und man sieht eigentlich nichts.

00:43:12: also weiß man echt über die Siedlungen.

00:43:17: Wollen wir regional oder überregional darauf antworten?

00:43:22: Im Mittel-

00:43:23: oder Spät.

00:43:26: Also ich fange mal mit meinem direkten Zuständigkeit

00:43:29: an,

00:43:32: mit Hessen an.

00:43:38: Wir nennen das auch wieder Fürstensitz in Anführungszeichen also eine befestigte Höhensiedlung mit paar zentral örtlichen Funktionen, wie das so die Geografen nennen und also im Prinzip eine herausgehobene Siedlung.

00:43:53: Aber es gibt eben mehrzahl der Menschen, die in ich sage mal Dörfern kleinen Weilern wohnen im Grunde genommen so Art Bauerndörfer, die überall in der Landschaft verteilt gewesen sind.

00:44:06: Und das was du am Taunus gesehen hast, dass ist eher aus der späteren Phase diese Oppi da.

00:44:11: Das sind dann wirklich zum Teil sehr große Siedlungen.

00:44:15: mit den folgen Fürstensitzen oder den Höhenbefestigungen haben sie halt eben die Befestigungsanlagen gemeint, die sie schützen und auf der anderen Seite vielleicht auch einfach.

00:44:25: Also für das Mittelalter hat es mal ein Kollege Bogen Symbole der Macht genannt, die einfach so einen Symbolcharakter auch haben können oder so ein beides vielleicht.

00:44:34: Aber das ist so das Bild für Hessen was wir haben und da sind eben auch diese Anlagen wie zum Beispiel im Taunus.

00:44:40: Was du gesehen hast dieser Oppi da ist ja auch wieder nur eine Art von Siedlung Und sehr viele Menschen haben schlicht und ergrafen auch da noch in kleineren Dörfern gelebt.

00:44:49: Und auch da ist es natürlich wieder mega kompliziert, weil der Begriff Opidum ist natürlich ein Begriff den der Caesar verwendet und wenn man dann den Caesar mal richtig liest stellt man fest dass er ihn jedes Mal anders verwendet.

00:45:03: Also was ist denn jetzt ein Opiduum?

00:45:05: Also Opidumen versteht man als eine Stadtähnliche Siedlung also mit relativ komplexen Funktionen.

00:45:13: die hat einen Heiligtum wie heute ne größere Siedlungen halt in Kirche hat.

00:45:17: Die hat einen Markt, wo Nahrungsmittel gehandelt werden.

00:45:21: Wo andere Dinge behandelt werden und so weiter.

00:45:24: Aber wo zieht die Grenze?

00:45:26: Was ist denn eigentlich ein Opidum?

00:45:27: Gehört eine Befestigung mit dazu?

00:45:29: Ist das zwingend oder nicht?

00:45:32: Es gibt auch Oppi da, die wahrscheinlich keine haben.

00:45:35: Dann ist der Übergang sehr fließend zu den offenen Siedlungen.

00:45:39: Da gibt es welche, die haben sich auf handwerkliche Produktionen spezialisiert Taunus Bad Nauheim, eine Salzsiedelsiedlung zum Beispiel.

00:45:49: Also Salzproduktion im Großen, dem industriellen Stil.

00:45:53: andere haben dann andere Produktionsschwerpunkte und auch da glaube ich ist die Masse dessen was wir haben viel differenzierter, viel fielschichtiger als wird es oft erkennen.

00:46:08: aber das Problem ist gerade bei den Siedlungen die keine Befestigungen haben Die sind archäologisch so furchtbar schwer zu erkennen, weil da ist ja nichts obertägig erhalten und im Prinzip muss man dann wirklich sehr systematisch forschen.

00:46:22: Man muss in den Boden gucken wenn man Glück hat sieht man das sind vielleicht Reste von Holzgebäuden drin Wenn man geophysikalische Prospektionen macht, man muss rüber gehen über die Ecke, muss Funde aufsammeln und wenn man ganz viel Glück hat Kriegt man das dann entschlüsselt, wenn denn nicht?

00:46:39: Und das ist das große Problem.

00:46:40: Die Erosion schon alles kaputt gemacht hat und der Klimawandel den wir gerade erleben, der tut dabei sein übriges, also das wird immer schlimmer.

00:46:49: Also schwierig!

00:46:51: Aber Heiligtümer für wen?

00:46:53: Also hatten die eine Götterwelt oder...?

00:46:57: Ja... Ja, also in der Götterwelt tun wir uns schwierig.

00:47:01: Also diese Heiligtümer gibt es im Wesentlichen in Nordfrankreich.

00:47:05: Es gibt auch eins in manchen in Bayern aber an sich ist ein regionales Phänomen eher für den französischen Teil.

00:47:12: Dort gibt es quasi immer nur einen Gott der verehrt wird also eher wahrscheinlich ein stammes Gott.

00:47:18: Diese Göttermeld ist etwas was dann in der Zeit der römischen Eroberung dazukommt also die ganzen Belege mehreren keltischen Götter, also Göttern mit Namen Taranis Teutates etc.

00:47:33: Das ist eigentlich alles etwas was dann in römischer Zeit ein frührömischer zeit aufwohnt Also auch jener kessel von gundesdruck mit seinen vielen göttern drauf Ist halt spät ist halt nicht

00:47:44: ruhig

00:47:45: et cetera et cetera.

00:47:46: ich denke einen gott müssen wir natürlich unbedingt ansprechen bevor die sendung zu ende geht.

00:47:52: wir sind ja Im Oktober, ich denke die wichtigste Frage, die wir überhaupt in der ganzen Sendung aufwerfen können.

00:48:00: Was hat Halloween mit den Kälten zu tun?

00:48:02: Darf es diesen Gott Samheim... Also es gab wohl dieses Fest.

00:48:06: Es gab wohl zwei große Fest im Jahr.

00:48:08: Bel-Beltan am ersten Mai und Samheim im Oktober.

00:48:14: Parallel dazu soll es ja einen toten Gott namens Samheim gegeben haben.

00:48:18: Ist das alles...

00:48:19: Es gibt auch noch im Volk, muss ich noch sagen?

00:48:23: Ist das irgendwie Gibt hat?

00:48:25: kommt Halloween von den Kälten von dem Kältingen troten Gott Ja oder Nein können wir heute hier für allen beantworten.

00:48:35: Wir von uns traut sich

00:48:37: Also Axel du bist der irische Biscuit Trinker auch

00:48:41: mehr der schottische.

00:48:44: Wäre man jetzt gar nicht draufgekommen, wenn man deinen Bild hinterlegt?

00:48:50: Also das Ganze hat mit der Archäologie nichts zu tun.

00:48:57: Man versucht da anscheinend aus den irischen Sagen Sachen zurückzuprojektieren in einem Art Neuheintentum.

00:49:08: Aber all das, diese Götterwelt

00:49:12: haben

00:49:13: sozusagen die Kälte Mitteleuropas da nicht gehabt.

00:49:16: Aber gab es denn das Fest dann rein?

00:49:19: Ja woher soll ich's denn wissen?

00:49:20: Also woher ist denn diese

00:49:21: Quelle?!

00:49:22: Das würde mich ja immer interessieren!

00:49:27: Muss bei Wikipedia

00:49:28: fahren...

00:49:29: Ich

00:49:30: kann großartig

00:49:32: sagen, die Quelle ist wahrscheinlich irgendeiner amerikanischen Süßigkeitenfirma.

00:49:36: Die meint sie müsse jetzt irgendwie Halloween verkaufen damit sie noch mehr Süßkram an das Volk bringt und die brauchen dann ja immer auch eine Begründung warum es das jetzt unbedingt geben muss.

00:49:45: Das ist schon so lange und so.

00:49:46: Also ich habe

00:49:47: gerade mal einfach geschaut und auf Wikipedia steht dass es die Quellen aus dem zehnten bis zwölften Jahrhundert stammt.

00:49:56: Punkt!

00:49:59: Das

00:50:00: ist wahrscheinlich christlich.

00:50:03: Wahrscheinlich so ein seltsamer Heiliger da

00:50:05: irgendwo?

00:50:06: Ich meine, Halloween sind wir ja bei aller Heiligen.

00:50:08: also insofern ist das... Also auch Hallows Eve.

00:50:12: Insofern grundsätzlich schon.

00:50:13: Aber es wird immer ein bisschen reingedichtet.

00:50:15: aber das ist sozusagen irische Sagenwelt als ein Versuch da irgendwas zu entschlüsseln die anderen Schriftwellen von den Römern also im Prinzip tausend Jahre vorher und wieder von außen drauf.

00:50:28: Jetzt geistert bei mir noch irgendwas rum, das ist in irgendwo in der Ecke wo du unterwegs bist.

00:50:35: Sabine so Hundrück Eifel irgendwie kältische Heiligtümer gab die auch von den Römer irgendwelche Opfergaben hingebracht haben oder sowas also aus römischer Zeit.

00:50:45: auch habe ich da was falschen Erinnerung.

00:50:50: Also was wir schon, wenn wir ganz viel Glück haben mal sehen können ist römische Tempel die keltische Wurzeln haben.

00:50:58: Römische Temple kann man über die Architektur eigentlich relativ gut ansprechen, über die Funde, die dort so rumfliegen und manchmal sieht man halt da ist irgendwas Älteres drunter, etwas Eisenzeitliches drunter und dann wäre man geneigt da Kontinuiteten anzunehmen.

00:51:15: Das gibt zum Beispiel, was weiß ich am Titelberg?

00:51:20: Das ist eine wichtige Siedlung.

00:51:22: Ein Opidum in meiner Region in Luxemburg gelegen – es übrigens ein Besuchwert, das ist ein ganz toller Ort!

00:51:30: Und dort gibt's einen sogenannten öffentlichen Bezirk.

00:51:34: da entsteht auch in römischer Zeiten Heiligtum und in der kältischen Zeit sehen wir dass da unter anderem Märkte, vielleicht eine Art Jahrmarkt oder sonst was.

00:51:44: Oder regelmäßige Märkte stattgefunden haben.

00:51:47: Wir sehen da fliegen ziemlich viele abgeschlagene Köpfe rum.

00:51:50: Kann man sich auch fragen, was machen die da?

00:51:52: Waren die Deko?

00:51:53: Oder hat's damit irgendeine Bewandnis?

00:51:56: Halloween!

00:51:58: Bei den abgeschlagenen Köpfen geistert mir wieder die Geschichte, dass die Kälten irgendwelche Köpfer ihrer Feinde in Kalk aufbewahrt und dann ... durch die Gegend geschmissen haben oder sowas.

00:52:11: Ich weiß nicht, wo ich das alles her habe aber...

00:52:14: Aus den antiken Schriftquellen wahrscheinlich?

00:52:17: Also das ist schon

00:52:18: Teil

00:52:19: des Programms um so ein bisschen die Kälte als barbarisch zu kennzeichnen wobei jetzt mal unter uns Römer haben auch Köpfe abgeschlagen.

00:52:29: also sie sollen mal bitte aufhören zum Moralisieren

00:52:34: Wo wir gerade dabei sind Klischees zu zerstören.

00:52:38: Auch der kältische Baumkalender ist kein kältisches Phänomen.

00:52:44: Also das ist eine Geschichte aus den neunzehnten siebziger Jahren, aus einer Mode Zeitschrift wo er erfunden wurde, beruht auf älteren Wurzeln aber nicht also fünftiger Jahre glaube ich oder sowas und da sind Bäume drin dies in der Zeit der Kälten bei uns in Europa zum Beispiel überhaupt nicht

00:53:00: gab.

00:53:00: Wie Claudia Preis immer sagt, es ist nie so alt wie man denkt.

00:53:05: Stimmt!

00:53:06: Aber das zeigt eins vor allen Dingen die Kelten und das ist ja ein bisschen wieder auch das was Tolkien gesagt hat.

00:53:13: Ich muss das mal ableben ich hab's mir extra aufgeschrieben Keltisch ist eine Zaubertüte in die man alles hineinstecken und aus der fast alles herauskommen kann.

00:53:21: Und das stimmt auch und das isst auch etwas was man eben heute auch noch nutzt gerade vielleicht auch weil die Kelden so'n bisschen rätselhaft für uns sind eben wenig oder keine Schriftquellen in dem Sinne hinterlassen haben, lässt sich relativ viel hineindeuten und das macht einerseits die Faszination aus aber das macht auch andererseits diese Nutzbarkeit aus.

00:53:42: Man kann mit dem Kältischen ganz gut was verkaufen.

00:53:46: Ich würde mal so sagen, wenn unser Museum die Eisenzeitwelt am Glauber heißen würde hätten wir deutlich weniger Besuchende als mit der Keltenwelt.

00:53:55: Weil sich da jeder schon zumindest irgendwas wie angesprochen fühlt und auch sich glaubt was vorstellen zu können.

00:54:02: Und insofern muss man da immer ein bisschen vorsichtig sein.

00:54:08: Auch dass die keltische Volksmusik lässt sich besser mit Keltisch verkaufen als wenn man sie irgendwie anderweitig benennen würde.

00:54:15: Gibt es denn Handwerke oder technische Neuerungen?

00:54:18: Oder so was, die den Kelten zugeschrieben werden.

00:54:20: Also ich weiß nicht, ihr habt gerade Salz genannt, Bergbau, Metallverarbeitung...

00:54:27: Die Kettenhänden sind ein tolles Beispiel.

00:54:29: Die werden den Kelton zugeschrieben.

00:54:31: also der Römer braucht immer eine Quelle er muss irgendwie eine Quellen benennen, also da Kälte war's und gleichzeitig erzählt wieder der Rømer die Kälten kämpfen ja so nackt.

00:54:43: Also das Kettenhemd ist sozusagen eine kältische Erfindung.

00:54:46: Ob das jetzt so wirklich ist, weiß ich nicht!

00:54:49: Da sind einfach die Quellenlage im Mittelmeergebiet bei Klar-Eisen-Teinfunden relativ schlecht.

00:54:55: Aber da wird schon einiges zugeschrieben.

00:55:01: Auch in der Töpferscheibe, die es zwei Mittelmeeraum schon gab aber für unsere Breiten.

00:55:05: gerade kommt die erst mit den Kelten wieder.

00:55:07: Die Germanen interessanterweise haben sie relativ lange überhaupt nicht benutzt.

00:55:13: Die Kelden waren da hinterher ziemlich versiert drin, da richtig schönes Zeug mitzumachen.

00:55:18: So ist es eigentlich mit vielen Neuerungen in der Eisenzeit.

00:55:22: Ich meine die Eisenproduktion selber ist ja auch so.

00:55:24: ein Beispiel kann man überlegen wo kommt's her?

00:55:27: Kommt aus dem Mittelmeerraum.

00:55:29: das ist immer so ein bisschen schwer zu beantworten wenn die Technologien nicht gut erforscht sind.

00:55:34: aber eins ist klar die haben sie dann schon nach einiger Zeit zu einer ordentlichen Expertise gebracht

00:55:42: Kannst du hier... Wir bewegen uns hier jetzt.

00:55:45: die Leute aus anderen Teilen Deutschlands, mögen es uns nachsehen.

00:55:49: Immer so ein bisschen auf einer Achse sah Brücken Mainz Vogelsberg ganz überraschend.

00:55:55: aber wenn ihr die Salzgewinnung in Bad Nauheim anspricht das sind ja auch die alten Salinenfunde kann man sich ja Sachen zu angucken.

00:56:04: Das ist ja nicht klein.

00:56:05: also das ist ja schon wirklich.

00:56:09: was glaube ich das in dem Begriff industriell angedeutet Achsel, das ist ja schon sehr ordentlich.

00:56:16: Und auch arbeitsteilig ziemlich eindeutig!

00:56:18: Das ist jetzt was anderes als bäuerliches Nebenhandwerk.

00:56:23: Ja aber davon hat man natürlich nicht so viel.

00:56:25: und da muss man der Fanes halber sagen die Eisenproduktion ist natürlich schon älter aus der Kälschen.

00:56:30: Die kennen wir natürlich auch schon aus der Bronzezeit wahrscheinlich auch aus der Jungstein Zeit.

00:56:35: Wenn wir heute in den Supermarkt gehen, ein Päckchen Salz neunsechzig Cent oder irgendwie sowas ist kein Problem.

00:56:41: Das ist in der damaligen Zeit eine andere Nummer.

00:56:43: Da ist Salz sehr, sehr wichtig aber eben auch sehr viel seltener.

00:56:49: und solche Salzkwellen wie sie im Bad Nauheim vorkommen sind da eine ganz gute Quelle um Anführungszeichen Geld zu machen, um Gewinne zu erwirtschaften, um aber auch eine Gesellschaft mit dem nötigen Gut zu versorgen.

00:57:02: das haben wir aus der Zeit vor allen Dingen dann für uns heute noch sichtbar in den Salzbergwerken in Österreich, in Hallein und Halstadt was für uns zusätzlich auch noch sehr wichtige Quellen sind, weil dort sich ganz andere Funde erhalten als bei uns in den Böben.

00:57:19: Also es gibt dort sehr viel organisches Material, sehr viel Holz das sich erhalten hat Textilien die sich erhalten haben Auch die Exkremente der Menschen haben sich erhalten untersuchen können und darüber dann auch ein bisschen was mehr über die Ernährungsweise.

00:57:35: Weil da alles

00:57:37: gepökelt ist oder warum erhält sich das?

00:57:40: Im Prinzip ist es das, also das ist schon ziemlich salzig da unten drin.

00:57:44: Das merkt man wenn man drinnen ist, die Luft ist schon ein bisschen salziger.

00:57:46: Da handen sich wirklich ... Ich hab selber so einen kleinen Kien-Spanne, also eine Art Leuchtspanne im Prinzip so'n Holzspanne.

00:57:56: Der ist zweieinhalb Tausend Jahre alt der sieht ausser als wenn der irgendwie vor zehn Jahren mal irgendjemand draußen Schuppen liegen gelassen hat.

00:58:03: Aber jetzt sind wir auf der einen Seite, ist es in Glauberk irgendwie anders als im Taunus?

00:58:08: Das sind fünfzig Kilometer vielleicht.

00:58:10: Auf der anderen Seite sind wir jetzt in Österreich aber wir können's immer noch derselben Kultur zu haben.

00:58:16: Ja, aber der Glauberg ist nicht so viel anders als der Taunuss.

00:58:19: der Unterschied den du wahrscheinlich abziehst eher chronologischer als ein regionaler also die die Opidaten oder das Opitum was du gesehen hast Nehmeando war bei der Heidetränke Das ist halt einfach schlicht und ergrafen ein paar Jahre, hunderte Jünger als der Glauben.

00:58:37: Gibt es denn heutzutage noch irgendwie zum Beispiel Ortsnamen oder irgendwas was uns heute noch an die Kälten ändert?

00:58:44: Was auch wirklich dann kältisch ist und nicht im achtzehnten Jahrhundert irgendwo ausgegraben wurde also nicht ausgegraben sondern erfunden wurde?

00:58:52: Eine ganze Menge!

00:58:53: Also zB in Frankreich wo da diese Kontinuität da ist.

00:58:58: Also Paris Ein keltisches Opidum, also eine keltische Siedlung der Parisie.

00:59:07: Und das ist Paris.

00:59:08: aber auch viele andere pranzösische Städte haben ihren Wurzeln in der Eisenzeit bevor dann was Römisches kommt, dass Mittelalter kommt und die Neuzer drüber kommen.

00:59:20: Also dadurch sind die Gallier oder Kelten in Frankreich viel präsenter als Deutschland

00:59:28: Ja, und die Gallia in Frankreich sind quasi das was bei uns eine Zeit lang die Germanen waren.

00:59:34: Man hat es so als unsere Vorväter dann angesehen in den Frankreich eben dann ganz bewusst abgesetzt die Kelten und bei uns die Germane.

00:59:42: dass beides natürlich sehr stark vereinfacht ist ums mal vorsichtig auszudrücken.

00:59:48: da ist wie gesagt wir haben ja auch ein Haufen germanisches bei uns drin und genauso einen Haufen kältisches.

00:59:53: Wir haben auch reiter-nomadisches und das war sich alles drinnen.

00:59:56: also

00:59:58: Ja, aber wenn wir jetzt die Germanen schon angesprochen haben.

01:00:02: Wo kommen die denn ins Spiel?

01:00:03: Wenn wir hier sozusagen in der Mitte Deutschlands irgendwie Kelten haben um Fünfhundert vor und wir haben eigentlich immer noch Kelten um Hundert vor.

01:00:16: Wo kommt denn dann die Germanem eigentlich?

01:00:18: Was ist das?

01:00:19: Na ja, Caesar ist schuld.

01:00:21: Vielleicht sollten wir

01:00:21: mal eine eigene Sendung über die Germanen machen?

01:00:25: Das müsste man eigentlich... aber Caesar hat es mal wieder verbockt.

01:00:29: Also Caesar musste irgendwie klarmachen warum er am Rhein mit dem Obern aufgehört hat und er hat dann halt gesagt naja links des Reines sind dann halt die Gallier und rechts des Rheines sind die Germaninnen.

01:00:44: Das ist natürlich ein sehr einfaches Bild, was überhaupt nichts null, null mit Kultur zu tun hat.

01:00:51: Und auch da kommen dann wieder an das Problem wie bringe ich denn meine Funde?

01:00:55: Meine archäologischen Funde mit dem germanen Begriff von César zusammen?

01:01:00: Fazit klappt nicht!

01:01:02: Also sind wir halt wieder... Sind wir wieder da wo wir im Prinzip angefangen haben?

01:01:07: Nix genaues weiß man net.

01:01:09: Wie sind die Kälten denn...?

01:01:11: Ich weiss nicht ob sie jetzt verschwinden Nennen will.

01:01:14: also sind sie assimiliert worden?

01:01:17: oder es ist einfach Ja, wie?

01:01:20: warum spricht man heutzutage nicht mehr von Kälten?

01:01:22: Wann haben Sie definitiv?

01:01:23: wann sagt man das sind keine Kälte mehr?

01:01:31: Die Sache ist kompliziert.

01:01:33: Davon hatten wir's ja eben schon mal.

01:01:35: Es ist im Prinzip Wir reden über die Integration des ehemaligen kältischen Gebietes in das römische Reich.

01:01:45: Ja, gerade wenn wir Richtung Frankreich schauen zumindest.

01:01:49: Und da hängt es dann sehr davon ab wo bin ich denn in Frankreich?

01:01:53: Wie stark sind denn die römischen Einflüsse?

01:01:55: und davon hängt dann wieder ab wie lange das jeweils weiterlebt.

01:01:59: Das ist die einheimische Kultur.

01:02:01: also wo will ich die Grenze ziehen?

01:02:03: ja also rein politisch ziehe ich die grenze mit der Eroberung dass aber nicht die kulturelle Grenze.

01:02:10: Also man muss da sehr genau differenzieren.

01:02:13: Von welchem Level spreche ich denn jetzt eigentlich?

01:02:16: Und dann gibt es ja auch noch die Regionen, die CESA zum Glück nicht erobert hat.

01:02:20: Nennen wir z.B.

01:02:21: Bayern das heutige was ja durchaus ein kältisches Kerngebiet ist nach unserer archäologischen Auffassung.

01:02:28: Auch die gibt's in dieser Form nicht mehr diese Kälten aber das...

01:02:33: Richtig kompliziert.

01:02:35: Das ist richtig kompliziert!

01:02:38: Man kann ja relativ einfach römer werden, wenn man sich eine Tughaar umbindet.

01:02:42: Wenn man in Stadtrat aufsteigen will dann einen römischen Titel hat, sich den römischen Grabstein besorgt und schon ist er plötzlich röma.

01:02:51: Dann schickt noch jemand ins Militär.

01:02:55: nach twenty-fünf Jahren kriegt der ein Militärdiplom, eine Bürgerrechtsurkunde und er ist richtiger römischer Bürger.

01:03:02: Also funktioniert das?

01:03:04: Das ist sicher auch sozial sehr unterschiedlich.

01:03:06: also Eliten werden dann viel schneller Römer während die Leute auf dem Land die werden ihre Bauernhöfe vielleicht erst im zweiten Jahrhunderten bisschen mit Steinmauern machen und Hochmaueren während einer richtige Elite bereits in Hilfe tibärischer Zeit sich da, also so um, sagen wir mal, dreißigfünfzig nach schon mit Steingebäuden ausstattet.

01:03:36: Also das ist auch eine sehr soziale...

01:03:40: Ja ich bin im Vorwege auf der unerschöpflichen Quelle der Weisheit Facebook auf einen Artikel gestoßen, der von einem Genozid an den Kelten spricht und erstmal ein kältisches Volk aufmacht dass irgendwie von der iberischen Halbinsel über Irland bis zu den Galatern reicht die dann irgendwie einem Genozid zum Opfer gefallen sind.

01:04:02: und irgendwie dachte ich so, Moment.

01:04:07: Also, man muss dazu sagen...

01:04:11: Wie QPedia geht ja inzwischen?

01:04:13: Aber Facebook nicht!

01:04:19: Zunächst mal gibt es hier nicht ein kreatisches Volk.

01:04:21: was genau über diese riesengroße regionale Spanne sich verbreitet hat oder verbreitet war.

01:04:29: Und dann ist es natürlich so, dass was Caesar gemacht hat würden wir wahrscheinlich nach heutiger Lesart schon auch in Richtung Genozid packen wenn seine Aussagen stimmen würden.

01:04:42: Er beschreibt ja selber wieviel Zehntausende Leute er umgebracht hat.

01:04:45: das kann aber auch Propaganda sein weil er eben auch in Rom wieder verkünden muss wie erfolgreich er gewesen ist und das lässt sich sozusagen aus römischer Sicht an der Zahl der getöteten Feinde ablesen.

01:04:58: Insofern ist das ganz, ganz schwierig.

01:05:00: Und das betrifft eben auch nur diese Region und diesen einen Zeitraum.

01:05:04: Und ja in Bayern hat sicherlich niemand ein Genozid an den Keltenfolgen zogen.

01:05:13: Zumindest nicht die Römer, Axel?

01:05:14: Zumindest

01:05:15: keine Römern.

01:05:18: Obwohl sie sonst schon für viele Verantworten sind was nicht gut ist aber...

01:05:27: Aber wenn wir jetzt diese Handelsbeziehungen uns anschauen die ja doch ziemlich weit reichen.

01:05:34: Und wenn ihr sagt, wir haben griechische Sprache sozusagen, Dironen hoch und in Bayern griecher Sprache und es spricht ja schon dafür dass da riesige Handelsnetze auch sind ist da auch ein entsprechender kultureller Austausch oder können wir das nur aus Gütern rekonstruieren?

01:06:01: Ne, auf jeden Fall gibt es einen kulturellen Austausch.

01:06:04: Also die kältische Kunst als solche entwickelt sich ja auch durch den Einfluss von außen in eine bestimmte Richtung weiter.

01:06:11: also da ist ja sehr viel etruskisches drin.

01:06:13: also heutiges Torxkaner würde ich jetzt mal sagen ist da sehr viel als Stilgebnis drin.

01:06:19: aber was entscheidend für die kälzische Kunst ist dass sie nie kopiert haben sondern Sie haben sich anregen lassen und das aber in einer eigene Formensprache umgesetzt.

01:06:27: Ein gutes Beispiel dafür ist eine bestimmte Form von Kannen, die sogenannten Schnabelkanne.

01:06:31: Die gibt es in der Truhe massenweise übertrieben, aber da gibt es etliche von.

01:06:36: Also so eine bestimmten Art von Bronzekanne mit einem Ausguss, der den Namen Schnabelkane gegeben hat und die gibt's im Kältischen auch.

01:06:46: am Glaubeck haben wir so eine Und die ist aber ganz anders gestaltet.

01:06:50: Die Etruskischen sind baurig, die Kältischen sind viel schlanker so eingezogen stärker und anders verziert auch.

01:06:57: Das ist eben wieder ein Zeichen... ...die haben sich mal inspirieren lassen.

01:07:02: Die haben diese etruskische Kannen in ihren Gräbern drin.

01:07:05: Das erwähnte von Bad Kamberg.

01:07:07: Da gibt es eine etrusksische Kanne drinnen, die irgendwie über Alpen gekommen ist.

01:07:12: Sie haben das nie kopiert, sondern in ihrer eigenen Sprache umgesetzt, in ihrer eigene Stilsprache umgesetzt.

01:07:20: Das betrifft auch die Münzen, die sie aus dem Griechischen übernommen haben, die ja ganz am Anfang noch so relativ griechische Aussahnen aber schon auch den eigenen Spiel hatten und im Laufe der Zeit immer keltischer Aussahn, also immer abstrahierter

01:07:34: waren.".

01:07:35: Es gibt aber auch Handelsgüter, die man nicht so ohne Weiteres nachahmen konnte – und da sind wir wieder beim Alkohol!

01:07:41: Also Wein zum Beispiel oder was weiß ich, Fischsoße oder Olivenöl aus dem Mittelmeerraum das auch dann ab einem gewissen Punkt in Gallien verfügbar ist.

01:07:54: Okay also wenn es keinen kein Wein gab womit haben die sich dann dicht gemacht?

01:08:01: Biondmät!

01:08:04: Also Bier kann man nachvollziehen, da gibt's dokumentiertes.

01:08:09: Mäth ist auch dokumentiert.

01:08:11: Also wir haben in den zwei Bronzekannen, die es am Glaube ergibt also eine Schnabel kann und einer, die sieht ein bisschen anders aus, die er dann röhren kann.

01:08:20: Da war einen Ansatz für jeweils etwa vier Liter Mäht drin.

01:08:24: Ganz blöde Frage wie war das mit Milchprodukten?

01:08:27: Mit Sicherheit Ja

01:08:33: Häselherstellung.

01:08:36: Also in Frankreich gibt es einige Leute, die über Käse forschen.

01:08:40: Das ist sehr spannend!

01:08:42: Mit aus gutem Grund.

01:08:43: Also Frankreich ist das Land mit den besten Käsen überhaupt und das bestimmt wegen der Kälte.

01:08:52: Wir hatten jetzt mehrfach die Etruske aber was ist denn das?

01:08:55: Martin du hast sie glaube ich zuerst erwähnt.

01:08:59: Ja also in Italien haben wir Eisenzeit, halt auch verschiedenste Völker- und Volksgruppen.

01:09:07: Und im Bereich Toskana haben wir einen Städtebündnis.

01:09:15: von großen Städten die eben sehr viel hinterlassen kann man auch besichtigen.

01:09:23: in Tallien tut man auch sehr häufig und das sind eben die Etroska und das ist sozusagen ein Teil der Eisenzeititaliens, die reichen so ein bisschen dann über den Apenin.

01:09:35: Expandieren gehen nach Bologna und gehen das Po-Parl hoch und werden da wahrscheinlich so ein Konkurrent für Einheimische was vielleicht wieder der Grund ist warum kädische Krieger Söldner über die Alten kommen Und da sozusagen dagegen kämpfen, für Lohn und Brot oder vielleicht auch nur für das kriegerische Narrativ im Lebenslauf.

01:10:09: Und bei den Römern heißt es dann kältische Wanderungen.

01:10:15: Aber vielleicht war's auch ganz anders.

01:10:19: Gab es einen typisch kältisch aussehendes Haus?

01:10:24: Auf alle Fälle nicht rund!

01:10:28: Das war jetzt ein Eingeweite für eingeweite Martin, den musst du erklären.

01:10:32: Also auf den britischen Inseln sind alle Häuser grundsätzlich mal rund.

01:10:39: Also in der Zeit heute nicht?

01:10:41: Genau!

01:10:42: In dieser Zeit seit der jüngeren Bronzezeit bis in die jüngere Eisenzeit sind Häuser einfach rund oder auf dem Kontinent überhaupt nicht.

01:10:53: Und das zeigt, die haben wirklich nichts miteinander zu tun.

01:10:56: also es gibt ein zwei Küstenorte.

01:10:57: da ist wirklich einen Austausch.

01:10:59: ich glaube da gibt's einen Rundhaus haben wir inzwischen auch auf der französischen Seite vom Ärmelkanal.

01:11:04: aber ansonsten ist da wirklich eine ganz klare Trennung und die Häuser sind je nachdem nach unterschiedlichen Regionen fach quasi Fahrwerkhäuse in postenbauweise oder auch Blockblockhäuser.

01:11:18: man hat Nebengebäude dabei häufig so genannte Grubenhäuser, die ein bisschen eingetieft sind.

01:11:24: Da freut sich der Archäologe weil da ist dann was drin.

01:11:27: aber es ist sozusagen eine reiche Hauslandschaft und sicher auch in unterschiedlichen Regionen unterschiedlich.

01:11:35: also wenn man heute ein Hilfe, ein keltisches Dorf besichtigt mit Rekonstruktionen guckt's lustigerweise im Bayerischen Wald ganz anders aus als in der Vorderpfalz Oder als in Frankreich.

01:11:53: Jeder bringt seine eigene Architektur mit rein, aber letztendlich wird es auch in der Vergangenheit etwas divers gewesen sein und nicht nur einfach und gerade.

01:12:04: Aber man kann sich auf einigen Blockbauten und Fahrwerk bauten.

01:12:10: Und

01:12:11: die Pfosten- und Stämme eben nicht rund sondern schön rechteckig gebeilt.

01:12:18: Also das waren durchaus saubere Balken und nicht so dieses primitive, wie willst du es beastrigen?

01:12:24: Da ist relativ viel rund.

01:12:25: Nein also sowas nicht, sondern es war durchaus recht dickig und sauber.

01:12:32: Also wenn man mal kältische oder in dem Fall jetzt ich spreche von Hallstadtzeitlichen, also prä-kältisch wie auch immer Holzfosten oder Holzstämme, den man gesehen hat die bearbeitet worden sind Das kommt selten vor dass man sowas findet.

01:12:48: Aber an der Heuneburg war mal eine Ausgrabung in einem Grabendes Material des Holz so feucht gelagert, dass es sich erhalten hat.

01:12:57: Ich habe davor gestanden und hab gedacht ... Mein Vater ist gelernter Zimmermann.

01:13:01: Das hätte mein Vater wahrscheinlich auch in den fünftiger, sechziger Jahren gemacht.

01:13:06: Das sind absolute Handwerkskunsthochzehn.

01:13:10: Da waren Zimmermanns Fachleute am Werk.

01:13:13: Dein Vater hätte das mit der Säge gesägt?

01:13:16: Also entweder in der Kreissäge oder einer Bandzäge und in der Eisenzeit wird gespalten und geballt.

01:13:23: Ja,

01:13:24: also es ist eigentlich viel aufwendiger.

01:13:28: Ich habe in Siegens studiert ein bisschen Travia hier und da gab es wohl, hab ich mir zumindest sagen lassen auch die Kälte... Und da wurde mir aber gesagt, dass es in der Nähe nicht wirklich Wohngegenden gab.

01:13:44: Also gab es sowas?

01:13:46: Dass das Saisonarbeit Eisenbergbau, was auch immer Eisenproduktionen gab?

01:13:56: Also im Siegerland

01:13:57: ...

01:13:59: Sabia willst du noch

01:14:00: ein Bauer?

01:14:01: Du kannst gerne mal anfangen!

01:14:02: Es kann auch sein, dass das Volklore ist, Siegerländer-Volklore.

01:14:05: Nein, nein, nein!

01:14:06: Also nicht unbedingt...

01:14:08: Also das Siegerland ist sehr eisenreich, ob wir da jetzt bei den Kälten sind oder halben Germanen oder was auch immer.

01:14:15: Lass mal wieder weg!

01:14:17: Aber dort expandiert die Eisenverarbeitung sehr stark und man konnte naturistenschaftlich belegen dass Leute aus einem Losgebiet dorthin gezogen sind.

01:14:28: Man nimmt anders als die Wetterhaube und haben dann sozusagen waren aus wirtschaftlichen Gründen dort mobil.

01:14:36: Ob das jetzt saisonal war, wissen wir nicht.

01:14:38: jedenfalls sind einige Leute auch vor Ort gestorben.

01:14:42: Natürlich würde man viele Arbeiten saisonaal betreiben.

01:14:46: also Töpferei wird hauptsächlich im Sommer gemacht wenn es wirklich knoch und trocken ist.

01:14:53: Solche arbeiten kann ich mir vorstellen dass es auch sehr viel im Herbst und Winter ist aber natürlich wiederum dann nicht wenn der Schnee fällt.

01:15:04: Also die echten.

01:15:07: Also da ist schon was dran, sagst du mal so.

01:15:10: Sabine?

01:15:13: Ja man fragt sich halt dann immer wieder wie viel von dem archäologischen Bild das wir haben ist unser Forschungsstand.

01:15:20: Dann sind wir wieder bei dem Punkt wo wir vorhin auch bei den Siedlungen drüber gesprochen haben.

01:15:25: die sind sehr schwer zu erkennen.

01:15:27: also wie repräsentativ ist das Bild.

01:15:31: So sieht es aus wie's Martin beschrieben hat.

01:15:34: ich frage immer Aber ich suche halt auch immer Siedlungen, mich fragt immer.

01:15:39: Ist das denn wirklich repräsentativ?

01:15:41: Man muss beim Siegerland natürlich dazusagen, dass ist landwirtschaftlich keine begünstigte Region im Vergleich zur Wetterau, wo Martin Dedoge als möglichen Ursprungsort in den Siegerlands einmarschierenden Einwandern oder tätigen Menschen angesprochen hat.

01:16:02: Diese Lösboden sind besonders... besonders wertvolle Böden, besonders nährstoffreiche Böde.

01:16:12: Die Wetterau ist ja deshalb von den Römern so in einem Bogen noch mit einbezogen in ihr römisches Reich weil das halt einfach eine Kornkammer werden sollte.

01:16:19: Deshalb haben wir da auch ganz viele römische Gutshöfe zum Getreideanbau.

01:16:25: Das hätte man im Siegerland jetzt nicht unbedingt machen können, weil die Bölden einfach ganz anders sind.

01:16:30: Das Gelände Relief ist ganz anders.

01:16:31: aber Insofern könnte man sich das natürlich schon vorstellen, dass man da gezielt nur wegen des Eisens hingeht und dann aber eigentlich leben.

01:16:40: Was das Essen- und Trinkenbetrifft oder das Essen vor allem betrifft tut man natürlich von den guten Böden in der Wetter auch oder wo auch immer

01:16:49: Wobei natürlich auch eine spezialisierte agrarische Wirtschaftsweise gerade zum Ende der Eisenzeit gut nachweisbar ist.

01:16:57: Das heißt, die, die auf den fruchtbaren Böden sitzen, die produzieren Getreide wie die im Gebirge unterwegs sind, die züchten vielleicht eher Vieh.

01:17:05: Ich habe ja lange im Hunsrück geforscht also das taugt auch nichts für Ackerbau, aber besiedelt war das trotzdem und war das Problem.

01:17:15: Wir wussten eigentlich nichts über diese nicht befestigten Siedlungen, bis wir wirklich mal angefangen haben systematisch zu suchen und dann findet man mal hier ein bisschen und da mal ein bisschen auch wenn es nur so Fitzeltchen sind irgendwann wird ein Bild raus.

01:17:30: Und ich glaube, da gibt's einfach noch viel zu tun.

01:17:34: Das ist eigentlich so das Erschreckende, weil man sich die Archäologie dieser Epoche anschaut, gerade was die Siedlungen betrifft.

01:17:41: Ich finde ich haben wir ganz große Forschungsdesiderate noch und gleichzeitig hatten enormer Wettlauf um den um den Verlust archäologischer Substanz begonnen.

01:17:52: durch den Klimawandel, durch die Erosion, die Übernutzung spielen unterschiedliche Faktoren rein und deswegen ja also fragt man sich halt immer kennen wir nur die Spitze des Eisbergs und ist da noch viel mehr.

01:18:07: Jetzt hatte mich der Chat, das war da drauf angesprungen.

01:18:11: Wo ihr das mit dem Holz sagtet... Wir hatten ja jetzt gerade dieses Jahr relativ spektakuläre Meldung und wir kommen hier aus der Ecke nicht weg von Aschaffenburg.

01:18:19: Das ist auch Viertes Jahrhundert vor wo ein Hafenanlagen ausgegraben worden sind.

01:18:31: Martin du guckst etwas kritisch?

01:18:36: Einfach rundrum um den Erschaffenburger Stiftsberg.

01:18:41: Im Zweifelsfall ist das auch einfach ein Teil der Befestigung einer Wallanlage, die haben durchaus quer eingezogene Hölzer allerdings nicht so durchgängig.

01:18:52: aber vielleicht ist es genau ein Versuch gegen steigendes Grundwasser hier was zu machen.

01:18:57: da muss man noch ein bisschen.

01:18:58: würden wir gerne mehr wissen?

01:19:00: Ja also da ist es auch zu früh jetzt schon wirklich ein abschließendes Urteil zu fällen.

01:19:05: Die sind jetzt glaube ich soweit, ich das weiß gerade dabei die Hölzer zu bergen und dann wird man da auch noch ein bisschen mehr graben müssen in dem Bereich.

01:19:13: es ist ein ganz toller Befund.

01:19:14: gar keine Frage Punkt so was das bedeutet abwarten.

01:19:22: also Arfen ist sicherlich denkbar aber wie du sagst Martin auch mit der Befestigungsanlage oder so einer Grundierung oder wie auch immer für eine Mauer kann man sich auch vorstellen.

01:19:31: Aber das ist eben auch so ein gutes Beispiel für diese Hölzer, die eben nicht gesägt sind.

01:19:35: Sondern sie sind gespalten und gebeilt worden.

01:19:38: Und es sind massive Eichenhölzer.

01:19:40: also richtig Arbeit drin.

01:19:44: Wissen wir was über Schifffahrt zu der Zeit?

01:19:47: Ich war in Mainz machte gibt's ja auch relativ viel über antike Schifffahrts.

01:19:52: Das aber mehr Römerzeit.

01:19:53: weiß man etwas über vorrömische Schiffe.

01:19:57: Ja, das ist sehr spannend.

01:19:58: Wir wissen eigentlich gar nichts und das ist so eins der tollen Dinger.

01:20:01: in der Bronzezeit haben wir diese ganzen Einbäume Und die habe dann plötzlich in der Eisenzeit nicht mehr.

01:20:08: und da muss ich sagen es fällt an eher unter meine Theorie ein bisschen dass da eigentlich so der Plankbootschiff, der Plunkbootbau beginnt weil diese Schiffe zerfallen natürlich noch einfach also relativ einfach organisch verbunden.

01:20:27: Da sind es eben nicht die großen Einbäume, die sich erhalten und das sind vielleicht auch nicht die ganz großen römischen Schiffe, die sie wieder an den modernen Häfen erhalten haben also er erhalten haben wie in Krefeld oder Mainz Und da gibt es was.

01:20:48: Wir haben ein bisschen Funde im Wasser neu rausgekommen, so ein bisschen Eisenbangen aus Befund bei Linz oder Donau ungefähr.

01:20:59: Also ja, da wurden auch mal eine halbe Tonne sozusagen rohes Eisen verschifft.

01:21:04: Ja klar schiffert.

01:21:09: Wenn wir über diese Kontakte in den Süden sprechen, zum Beispiel eben Richtung Marseille, über die Rhône wie gerade angesprochen, dann läuft das natürlich über den Fluss.

01:21:17: Und so Sachen wie z.B.

01:21:18: griechische Wein... Jetzt habe ich wahrscheinlich bei manchen Leute irgendwelche Urwürmer ausgelöst.

01:21:24: Ja, ich merke es bei dir Annika!

01:21:27: Der kommt jetzt nicht auf dem Eselskarren daher.

01:21:31: Sondern das ist da wo's möglich ist immer über den fluss.

01:21:35: Das ist in allen Zeiten eine der besten Transportmöglichkeiten.

01:21:39: Wir merken es ja jetzt gerade auch wieder, wo die Flüsse bei uns alle eintrocknen welche großen Probleme wir dann mit haben das größere Mengen an Gütern eben nicht mehr über dem Wasserweg so ohne weiteres transportiert werden können.

01:21:52: Ich würde vielleicht ganz im Abschluss noch das Thema Holz mit dem Thema verbinden.

01:21:58: Das Achsel glaube ich eben gesagt hat dass man mit diesem kältigen Label alles mögliche verkaufen kann wie wenn wir drei Gastgeber kommen ja alle aus der skeptiker Bewegung, also die sie so mit Isoterik und so beschäftigt.

01:22:11: Und das bekannteste in der Isoterek dürfte wohl das kältische Baumhoroskop sein ist sogar mir bekannt, dass das natürlich blanker Unsinn ist.

01:22:22: Also das Kälte-Baumhoroskop ist in den neunzehnten Hundertsiebzigerjahren von einer französischen Frauenzeitschrift erfunden worden.

01:22:30: Die Redakteurin hatte einfach den Auftrag von irgendwelchen alten Völkern die möglichst wenig hinterlassen haben irgendwelche neuen Horoskope zu basteln und sie hat sich dann gedacht Die Stadt den Tierkreiszeichen hat sie dann halt Bäumen irgendwelche Eigenschaften zugeschrieben, hat denen bestimmte Zeiträume gegeben.

01:22:50: Also die Tanne zum Beispiel, die dann für Feinfühligkeit daraus ist das kältige Baumhoroskop entstanden wird auch heute noch aufgelegt gab in den Achtzigerjahren ein riesigen Urheberstreit darum der auch vor Gericht gelandet ist wo es dann eindeutig nachgewiesen worden ist wo dieser ganze Quatsch herkommt.

01:23:09: Also die Kelten hatten kein Baumhoroskop und ich vermute Axel hat es eben schon angedeutet, auch dass wenn man bei YouTube Kelting Musik eingibt kriegt man ja so stundenlange Dauerschleifen von Celtic Music irgendwas.

01:23:23: Das dürfte vermutlich auch keine originale Entsprechung haben.

01:23:27: Nee also das Baumhoroscope hatten wir gerade schon mal angesprochen gehabt, das hast du glaube ich gar nicht mitbekommen.

01:23:34: Und bei der Musik ist es wie Du es schon sagst das verkauft sich halt einfach, ne?

01:23:38: Das ist so.

01:23:40: Das meine ich auch gar nicht jetzt wertend.

01:23:42: Ich finde es gibt schlimmerer Label die man irgendwo drauf setzen kann um was zu verkaufen als gerade jetzt.

01:23:47: das kältische Problem ist halt dass das dann in den Köpfen von den Leuten die sich nicht tagtäglich berufsmäßig damit beschäftigen dann eben auch schnell vermischt wird und dann eben keine Trennung mehr zwischen dem stattfindet was tatsächlich kältisch ist was als kältisch verkauft wird.

01:24:07: Ja, es wird auch gerne eines der Autorität gesehen.

01:24:10: So dass sie so das ist ganz alt und deswegen wirkt es auch schrägstriches wertvoll und so weiter und so fort.

01:24:18: Man hat diese Geschichte mit den Droiden die wir angesprochen hatten.

01:24:22: Die Droiden, die jetzt in Stonehenge gerne demonstrieren weil es ja ihr altes Land ist

01:24:29: usw.,

01:24:31: berufen sich in Stonehensch auf eine eine Kultur, ein Kulturerreignis was weit vor den Kelten liegt.

01:24:39: Also die Anlage von Stonehenge ist deutlich älter als die Kelten.

01:24:45: also da sind wir so plus minus bei den ersten Sachen um dreitausend vor und berufen sich auf Traditionen die es gar nicht gibt, die man sich wirklich tatsächlich erfunden hat.

01:24:59: Das finde ich prinzipiell nicht schlimm, solange man dann nicht irgendwelche Ansprüche draus ableitet.

01:25:03: Und das tun diese Menschen leider.

01:25:06: Sofern habe ich da jetzt nicht so ... Ich bin da sehr tolerant.

01:25:09: Jeder soll glauben was er will, solang keinem anderen damit schadet.

01:25:12: und das scheint mir dabei ein bisschen das Problem zu sein weil sie sich einfach Rechte rausnehmen auch dem Denk mal gegenüber.

01:25:20: also die dürfen ja einmal im Jahr darum hüpfen und was keinen Mensch sonst darf viermal sogar Also was sonst kein Mensch da wird, die Steine anfassen.

01:25:31: Das dürfen sie dann halt weil es halt ihr altes verbrieftes Wächte ist, was irgendwo drin steht und das Ganze ja nicht kältisch ist und so.

01:25:37: Ich hab die Steinen auch angefasst aber das war in der Zeit als man direkt ran durfte.

01:25:43: also das ist schon in den achtziger Jahren gewesen

01:25:47: Na gut, aber immerhin habt ihr eben gesagt Sie haben Bier getrunken das es wohl überliefert weil ich bin heute leider nicht mehr zum Einkaufen gekommen sonst hätte ich eine Flasche mitgebracht.

01:25:57: Es gibt hier in Augsburg eine Brauerei Torpräu die ein angeblich kältiges Bier herstellen heißt auch Zeltik.

01:26:05: so kleine Flächschüren habe sie noch nie getrunkt.

01:26:07: wie gesagt ich bin auch heute nicht dazu gekommen.

01:26:09: Also das soll irgendwie kältisch angelehnt sein, aber ich nehme an einen Original-Bierrezept von den Kälten ist jetzt auch nicht unbedingt überliefert.

01:26:16: Nee also wir gehen davon aus... Das es nicht nach dem deutschen Reinheits oder dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut worden ist.

01:26:25: Es gibt ein paar Hinweise die man so zusammenfassen kann was drin gewesen sein könnte.

01:26:30: Wir haben am Glaubeig auch mal so Spaßeshalber sowas gemacht.

01:26:33: Da ist dann Hohlicht drin dürfte sich also nach deutschem Gesetz gar nicht Bier nennen Ist dann in sogenannten Baguette Und davon gibt es auch einige.

01:26:41: Ich habe in Halein mal, nee in Linz mal ein sehr gut gemachtes kältisches Bier getrunken.

01:26:50: Die Rezepte sind alle nicht überliefert.

01:26:52: Insofern muss man einfach schauen was hatten sie als Zutaten gehabt oder haben können und welche machen Sinn?

01:27:00: Da sind eben zum Beispiel auch würzende Stoffe wie Mädesüß oder irgendwas drin Und dann kann man daraus ein Bier machen, was es theoretisch in kältischer Zeit hätte geben können.

01:27:11: So muss man's vielleicht ausdrücken.

01:27:14: Aber das ist dann sagen wir schon relativ nah an den Möglichkeiten dran und das kriegen wir schon gut hin.

01:27:20: Das braun per se ist ja jetzt als Vorgang durchaus bekannt.

01:27:24: Insofern kann man da ein bisschen rum experimentieren mit den Zutaten und schauen dass man was vernünftiges hinbekommt.

01:27:30: Also ich habe schon so ein paar Sachen getrunken die wirklich ganz lecker waren.

01:27:34: Wie ist es mit dem kältischen Kreuz und der kältische Triskele?

01:27:37: Sind die tatsächlich irgendwie ein kältischer Kunst angelehnt oder ist das was ganz anderes?

01:27:44: Das kältige Kreuz eher nicht.

01:27:46: Da sind wir genau im frühen Mittelalter Irlands, was eben nicht kältisch ist.

01:27:50: Die Triskel taucht schon ab und zu mal in

01:27:55: eine

01:27:55: ähnlichen Form auf.

01:27:57: Aber ist gleichzeitig nicht Prominent?

01:27:59: Sie taugt auf als eine von und dann im Frühmittelalter wird sie dann prominenter sitzen.

01:28:06: Genau,

01:28:06: ja.

01:28:08: Im Chef kam noch die Frage auf, kannten sich die Kälten mit den Sternen aus?

01:28:13: Ist da irgendwas überliefert?

01:28:15: Da können wir natürlich jetzt heftig drüber streiten.

01:28:18: aber ich würde mit einem ganz klaren Ja antworten weil ich vom Glaubeck komme.

01:28:23: bei uns am Glaubeck eine Ausrichtung einer Grabenanlage, von der wir ausgehen.

01:28:27: Dass sie nach einem astronomischen Punkt ausgerichtet ist, der sogenannten großen südlichen Mondwende.

01:28:32: Das ist also der Punkt an dem der Mond alle achtzehn Komma sechs Eins Jahre am südlichsten aufgeht und danach wird er dann eben wieder weiter nördlich aufgehen.

01:28:42: Es gibt den Kalender von Coligny.

01:28:44: das ist ein Bronze Objekt.

01:28:47: dass man kältisch nennt muss man dazu sagen Da dürfte ein bisschen was Römisches drin sein.

01:28:53: Aber ich sag mal so, die Leute sind ja in Bayern wird man sagen auch nicht auf der Brennsutten hergeschwommen.

01:28:59: Die haben ja auch ihre Umwelt und ihre Natur beobachtet.

01:29:03: Und das nicht erst seit kältischer Zeit.

01:29:05: Das wissen wir seit spätestens der Jungsteinzeit.

01:29:08: also da ist auch nachdem die Scheibe von Nebra begraben worden ist dass astronomische Wissen nicht verschwunden.

01:29:14: Es gab es auch weiterhin.

01:29:15: und klar

01:29:18: Aber gleichzeitig haben wir keine Quellen drüber,

01:29:21: ne?

01:29:22: Genau.

01:29:24: Also wenn ich Landwirtschaft mache und keine Schriftkultur habe dann muss ich zumindest irgendwas irgendeine Form von Kalender haben damit ich weiß wann.

01:29:30: Ja absolut hier.

01:29:31: Ja

01:29:33: klar man liest auch bestimmte Dinge natürlich an der Natur ab.

01:29:35: das sind natürlich auch klar.

01:29:38: es ist nicht nur am kalendern.

01:29:40: er guckt nicht auf den Kalendern sagt so heute muss sich ernten geht raus zeige sie noch prühen.

01:29:44: Das wäre jetzt ein bisschen blöd.

01:29:45: aber im Prinzip Steckt da eben auch sowas mit drin?

01:29:50: Klar.

01:29:52: Jo, es ist einundzwanzig Uhr!

01:29:54: Wir wollen euch nicht die Möglichkeit nehmen noch ein bisschen auf eure Projekte Bücher, Museen ähnliche Dinge hinzuweisen.

01:30:06: Ja wer mag anfangen?

01:30:10: Ladies first.

01:30:11: Oh die ladies first.

01:30:14: ja was heißt Projekten?

01:30:15: also ich kann nur sagen Das mag heute vielleicht manchmal so ein bisschen negativ geklungen haben, aber Archäologie ist geil.

01:30:23: Ja also man kann da wirklich was rauskriegen!

01:30:27: Also bitte nicht entmutigen lassen und wir brauchen guten Nachwuchs, kann ich nur sagen.

01:30:33: In Saarbrücken nehmen wir guten Nachwachs gerne und ansonsten freuen wir uns über jeden der sich interessiert, der zu den Forschungen raus kommt, der Grabung besucht.

01:30:43: Wir graben momentan am Dünsberg in Hessen einen Opidum.

01:30:48: Davon hatten wir es ja schon, da gibt's uns immer im Sommer.

01:30:53: Wir nehmen gerne Besucher freuen uns und ansonsten gestehe ich mich schuldig Ich mache keltische Musik Jetzt

01:31:04: mach noch weiter im Werbeblock Aber

01:31:06: nicht weil ich gesagt habe sie ist keltisch sondern weil ich festgestellt habe das andere Menschen dazu neigen Das Mystische, was eine bestimmte Art von Musik hat mit Celtisch zu assoziieren.

01:31:17: Und ich glaube das ist auch die Schnittstelle.

01:31:19: Ich glaub es ist eine Kultur, die sehr viel Interpretationsspielräume lässt und ich glaube manchmal diese Art von Mystik ist uns ein bisschen verloren gegangen und deswegen neigen wir manchmal dazu solche Transferleistungen anzustellen.

01:31:34: aber dass nur ein kleiner Exkurs am Rande.

01:31:38: Wir haben's ja glaube ich gar nicht so negativ dargestellt.

01:31:42: Ich finde nämlich genau, dass wir in einigen Bereichen nicht hundertprozentige Antworten geben können.

01:31:48: Macht es doch gerade so spannend?

01:31:50: Das macht's doch auch interessant dann noch mal weiter zu forschen und nochmal irgendwie an Rätsel ranzugehen.

01:31:56: Insofern nur zu... Wir sind ja Rätserater und Detektive letztlich der Vergangenheit.

01:32:05: Ach so jetzt soll ich noch was zu meinen Projekten sagen.

01:32:07: Definitiv!

01:32:09: Ja also Das Wichtigste ist, dass alle natürlich zur Kältenwelt am Glaubeck kommen.

01:32:14: Weil wir haben dort eine Ausstellung mit wirklich drei herausragenden Gräbern.

01:32:19: Wir haben auch was über die Siedlung, die dazu gehört.

01:32:23: Im Augenblick so ne kleine Sonderausstellungen über die Geschichte des Glaubecks auch vor und nach den Kältern weil auch da lebten ja Menschen dort oben.

01:32:33: Wir machen selber auch Ausgrabung üblicherweise so eine Sommerakademie, also eine Atleergrabung plus-minus Anfang September.

01:32:42: Das werden wir nächstes Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit auch wieder machen.

01:32:45: dieses Jahr war aus organisatorischen Gründen hat es nicht geklappt.

01:32:48: da sind wir immer sehr froh wenn Leute uns auch besuchen kommen.

01:32:51: Wir machen auch immer ganz klar jeden... Also wenn's ne zweiwöchige Grabung ist an dem Samstag der zwischen diesen beiden Wochen liegt ein tag der offenen Grabung weil finde sind das auch den Leuten schuldig.

01:33:03: Wir werden vom Steuerzahler bezahlt, dann sollen die auch die Möglichkeit haben sich anzuschauen was wir da so machen und wir haben das in verschiedenen Formen sonst noch gemacht.

01:33:14: Da möchte ich nur ganz kurz auf Einziehenweisen weil gerade kam also irgendwann dieses Schlagwort Geophysik und Prospektionsmethoden.

01:33:22: Also die Frage woher wissen Archäologinnen und Archälogen wo sie graben müssen?

01:33:26: dazu gibt es eine ganz tolle Sendung mit der Maus Episode.

01:33:30: Die findet sich jetzt bei YouTube.

01:33:32: High-Tech Archäologie muss man nur suchen, dann findet man es bei YouTube.

01:33:36: Das ist am Traumamt und mit dem Glaubeck gedreht worden.

01:33:39: Da werden diese ganzen Methoden die wir benutzen um zu finden was wir suchen Werden da alle nochmal ziemlich anschaulich dargestellt.

01:33:48: das ist die lang Version eines üblicherweise sechzehnminütigen Films.

01:33:53: gibt's da die dreißig Minuten Version Mit einem Happy End weil wir auch noch einen Grab gefunden

01:34:02: haben.

01:34:08: Ich kann hier keine Grabungen anpreisen, auch kein Museum was geöffnet ist.

01:34:12: Also das Leitzer ist gerade dabei sich neu aufzustellen bzw neue Dauerausstellungen zu eröffnen.

01:34:20: Wir werden nächstes Jahr im März eröffnend ein neues Museum für antike Schiffe hat und das Jahr drauf werden wir unsere gesamte Dauerstellung eröffneten.

01:34:29: Deshalb ruht bei mir aktuell auch relativ der Forschungsbetrieb.

01:34:33: Ich würde glatt Werbungen machen für durchaus Archäologie, ja wissenschaftlich.

01:34:43: da ist Axel Sabine und ich.

01:34:44: wir sind alle drei auf einem Portal nicht Facebook sondern akademia.edu.

01:34:51: Da sind sehr viele Artikel und die durchaus auch für Leyen interessierte Leien lesbar sind Und man kann da einen eigentlich ganz klaren Einblick in sozusagen archäologische Meinungen zu diesen ganzen Themen gewinnen.

01:35:08: Jo, danke schön!

01:35:11: Ach vielleicht ein Werbeblock doch noch?

01:35:14: Ich muss im Kalender nachschauen.

01:35:15: irgendwann Ende Oktober findet in Seligenstadt, ich gucke mal gerade am vierundzwanzigsten Oktober in Selgenstadt der diesjährige Hessen Archäologie Tag statt.

01:35:26: das ist also ein Tag an dem Archäologinnen und Archälogen aus Hessen so ein bisschen vorstellen, was sie im Vorjahrsort gemacht haben.

01:35:35: Es steht dieses Jahr auch so ein bischen unter dem dreißigjährigen Jubiläum der Statuenauffindung vom Glaubwerk.

01:35:42: Und die Vorträge dort sind jetzt nicht für Archäologie und Archülogen primär gemacht, sondern für interessierte Leinen.

01:35:49: insofern vielleicht doch mal einen Besuch wert.

01:35:55: Jetzt wird mich mein Chef aber loben müssen!

01:35:59: Damit wir auch gelobt werden, können wir noch einmal kurz darauf hinweisen, dass dieses Wochenende am zehnten und elften Oktober das Skeptival in Berlin stattfindet.

01:36:10: Also kommt vorbei!

01:36:12: Das wird auf jeden Fall ein Fest.

01:36:14: Ein Skeptiwil nämlich.

01:36:17: Ja... Und dürfen wir schon aufs nächste Thema Hinweisen holen?

01:36:22: Wir haben ja gerade schon gesagt, heute war Folge neunundneunzig.

01:36:29: Das wird also eine besondere Folge in zwei Wochen.

01:36:33: Ja, wir werden ein bisschen über uns sprechen beziehungsweise auch auf eure Fragen eingehen.

01:36:41: Also stellt uns gerne Fragen und Zweifelsfall muss einer von uns nach Köln fahren und Lydia vor die Kamera zerren.

01:36:50: Also

01:36:50: ich wohne wahrscheinlich am nächsten dran!

01:36:56: Wir werden alle vier vom Stammteam da sein, wir werden Fragen beantworten und ein bisschen drüber sprechen was wir in der WTF Talk erlebten.

01:37:11: zwei Wochen später dann wieder mit Gästen weitergeht.

01:37:16: Wir freuen uns natürlich, wenn ihr auch einfach mal zu uns kommt.

01:37:23: Vielen Dank euch drei!

01:37:26: Das war sehr cool.

01:37:28: Danke für die Einladung.

01:37:31: Ich muss noch

01:37:32: sagen als ich Abine bei der Zusammenstellung der Gästeliste geschrieben habe wer alles kommt meinte sie oh cool das wird ein Massaker.

01:37:43: viel massakriert wurde doch jetzt eigentlich.

01:37:46: Aber es hat Spaß gemacht.

01:37:47: Ja, genau!

01:37:50: Vielen Dank auch an Bernd und Holm und unser Team im Hintergrund.

01:37:54: Das wollen wir nicht nur in den Tisch fallen lassen.

01:37:59: Also vielen Dank und bis dann hoffentlich zwei Wochen und Arrivederci!

01:38:05: Tschüss!

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